Silvio Heinevetter hütet bereits seit 2009 das Tor der Berliner © imago

Nach dem Galaauftritt des Torhüters in Zagreb will Berlin auch in der Liga wieder punkten. Magdeburgs Goalie kehrt zurück.

Von Christoph Lother

München - Es war ein hartes Stück Arbeit, das die Füchse Berlin im Champions-League-Gruppenspiel bei RK Zagreb am Samstag zu verrichten hatten.

Und in gewisser Weise spiegelte dieser 25:24-Erfolg (Bericht) auch den gesamten bisherigen Saisonverlauf der Hauptstädter wider.

Licht und Schatten wechselten sich im Team von Trainer Dagur Sigurdsson ab. Was vorne lange Zeit nicht klappte, lief hinten umso besser.

Dass Schlussmann Silvio Heinevetter mit einigen starken Paraden letztlich zum Matchwinner avancierte, dürfte die Berliner mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel beim SC Magdeburg (ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESTREAM) aber optimistisch stimmen.

Sonderlob für Berlins Torhüter

Immerhin präsentierten sich die Magdeburger in der Offensive zuletzt überaus durchschlagskräftig, erzielten in vier Spielen gleich dreimal mindestens 30 Tore.

Über mangelnde Arbeit dürfte sich Heinevetter also auch im Ost-Derby nicht beschweren.

"Man hat gesehen, wie dicht Himmel und Hölle beieinander liegen", sagt Berlins Manager Bob Hanning mit Blick auf die Zitterpartie in Zagreb und stellt die Leistung des Torhüters besonders heraus: "Ohne seine Paraden wäre uns das Spiel früh aus den Händen geglitten, stattdessen hat er uns im Spiel gehalten."

Zwangspause für Christophersen

Und noch ein weiterer Aspekt dürfte den Füchsen hinsichtlich der Reise nach Magdeburg Mut gemacht haben.

Zwar zog sich Nationalspieler Sven-Sören Christophersen beim Auftritt in Kroatien eine schwere Knieverletzung zu und wird dem aktuellen Tabellenvierten der DKB Handball-Bundesliga mindestens vier Wochen fehlen (News).

Dafür sprangen die Reservisten in die Bresche und machten positiv auf sich aufmerksam.

"Ein besonderes Lob auch an die Spieler der zweiten Reihe, allen voran Johannes Sellin und Colja Löffler, aber auch Börge Lund hat uns weitergeholfen", betont Hanning.

Bilanz spricht für die Füchse

Ganz so schlecht stehen die Chancen der Füchse auf ihren neunten Saisonsieg trotz dreier Niederlagen in den zurückliegenden vier Liga-Spielen also nicht.

Zumal die Berliner den Rivalen aus Magdeburg in bester Erinnerung haben dürften, blieben sie gegen diesen zuletzt doch immerhin gleich sechs Mal in Folge ungeschlagen.

Eijlers zurück im Magdeburger Kasten

Doch auch die neuntplatzierten Gastgeber nehmen zwei Punkte ins Visier.

"Wir müssen schnell unseren Rhythmus finden. Die Halle muss schnell entfacht werden, damit wir unsere Grenzen überwinden können", betont Trainer Frank Carstens gegenüber dem "MDR" und fügt hinzu: "Wir müssen besser organisiert zurücklaufen, als wir es zuletzt getan haben."

Anders als zuletzt steht aber auch dem SCM für das Derby gegen Berlin ein zuletzt verletzter Leistungsträger wieder zur Verfügung: Torhüter Gerrie Eijlers.

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