Der schwedische Kreisläufer Marcus Ahlm (r.) spielt seit 2003 für den THW Kiel © getty

Der THW Kiel siegt im Prestigeduell gegen Flensburg-Handewitt. Die Rhein-Neckar Löwen schlagen den HSV und bleiben Tabellenführer.

Hamburg - Die Rhein-Neckar Löwen haben in der DKB Handball-Bundesliga mit einem eindrucksvollen Beweis der Stärke ihre weiße Weste gewahrt und den ersten Angriff von Meister THW Kiel abgewehrt.

Der ungeschlagene Tabellenführer gab sich auch beim HSV Hamburg keine Blöße und verteidigte dank des 30:23 (14:10)-Erfolges seine Spitzenposition.

Somit läuft alles auf einen packenden Zweikampf hinaus, denn auch die Kieler siegten im brisanten Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 34:27 (15:13) und bleiben mit einem Punkt Rückstand als Zweiter in Lauerstellung (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Kraus fällt kurzfristig aus

Die Löwen erwischten beim HSV einen Auftakt nach Maß und lagen früh mit fünf Toren in Führung. Nach dem schnellen Rückstand fanden die Hanseaten, bei denen der zuletzt formstarke Michael Kraus kurzfristig ausgefallen war, besser ins Spiel.

Die Gäste verwalteten ihren Vorsprung in der Folgezeit auch dank eines starken Niklas Landin im Tor aber gekonnt.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das Team um den Spieler des Jahres, Uwe Gensheimer, weiter souverän. Mit phasenweise Weltklasse-Handball ließen die Löwen keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen.

"Es ist wirklich nicht einfach, besser zu spielen als heute", sagte Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Gensheimer überragt

Nationalspieler Gensheimer war mit zwölf Treffern überragender Akteur auf dem Feld.

In Kiel offenbarte die Übermannschaft der vergangenen Spielzeit vor 10.285 Zuschauern des 51. Bundesliga-Derbys einige Anlaufschwierigkeiten.

Vor allem der deutsche Nationalspieler Holger Glandorf hielt die Gäste mit seinen Toren in der Partie.

Narcisse spielt stark

Erst zum Ende der ersten Halbzeit entwickelte der Meister, Pokal- und Champions-League-Sieger aus Kiel mehr Druck und erspielte sich einen knappen Vorsprung.

Auch danach deutete zunächst alles auf ein spannendes Finale hin, mit zunehmender Spieldauer mussten die Gäste dem hohen Tempo aber Tribut zollen.

Bei den Kielern überzeugte vor allem der Franzose Daniel Narcisse mit sieben Toren. Der SG halfen auch zwölf Treffer des überragenden Anders Eggert nicht.

Die Spiele im Stenogramm:

THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt 34:27 (15:13)

Tore:Narcisse (7), Palmarsson (5), Vujin (5/2), Klein (4), Jicha (3), Sprenger (3), Zeitz (3), Sigurdsson (2), Ilic (1), Wiencek (1) für KielEggert (12/7), Glandorf (8), Atlason (2), Mogensen (2), Heinl (1), Machulla (1), von Gruchalla (1) für FlensburgZuschauer: 10.285

HSV Hamburg - Rhein-Neckar Löwen 23:30 (10:14)

Tore: Lindberg (4/1), Vori (4), Duvnjak (3), Lijewski (3), Petersen (3), Schröder (3), Hens (2), Nilsson (1) für HamburgGensheimer (12/4), Ekdahl du Rietz (5), Petersson (5), Groetzki (3), Myrhol (2), Schmid (2), Sesum (1) für die LöwenZuschauer: 9075

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