Martin Heuberger ist seit Juli 2011 Trainer der deutschen Nationalmannschaft © imago

Der Bundestrainer widerspricht dem HSV-Coach in der Debatte um einen WM-Verzicht der Hamburger. Die Liga brauche das DHB-Team.

Schwerin/Rostock - Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat HSV-Coach Martin Schwalb in der Diskussion um einen möglichen WM-Verzicht seiner Spieler widersprochen.

"Ich halte dies für eine kurzsichtige Denke", sagte Heuberger, "er hat recht, dass die Belastung hoch ist. Aber Martin weiß auch, dass er für sein Produkt eine erfolgreiche Nationalmannschaft braucht."

Die Vereine der DKB Handball-Bundesliga und die Nationalmannschaft müssten eng zusammenarbeiten, fügte Heuberger hinzu, nur dann könne der Handball seinen hohen Stellenwert erhalten.

Schwalb kritisiert Terminplan

Schwalb hatte angekündigt, seine Spieler von einem Verzicht auf die WM im Januar in Spanien überzeugen zu wollen (News).

"Wir alle wissen, dass die Belastung viel zu hoch ist. Dieser Terminplan geht gar nicht", hatte Schwalb gesagt: "Ich kann natürlich niemanden davon abhalten, für die Nationalmannschaft zu spielen, zumal es für alle eine Herzensangelegenheit ist. Aber ich weiß, dass einige auch von sich aus darüber nachdenken."

Die WM in Spanien ist nach der EM im vergangenen Januar in Serbien und den Olympischen Spielen von London das dritte große Turnier der Handballer binnen 13 Monaten.

Hens und Vori beenden internationale Karriere

Aus dem aktuellen Kader des Ex-Meisters gehört nur Spielmacher Michael Kraus zum erweiterten Stamm der deutschen Nationalmannschaft, allerdings nominierte Heuberger den 28-Jährigen nach zuletzt schwachen Leistungen nicht für die Testspiele am Samstag (31:33) und Sonntag (15.30 Uhr) gegen Serbien.

Pascal Hens hatte seine internationale Karriere bereits nach der EM für beendet erklärt.

Auch Igor Vori, kroatischer Kreisläufer des HSV Hamburg, trat nach den Olympischen Spielen zurück.

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