Auch dank der glänzend aufgelegten Debütantin Caroline Masson stehen Europas Golferinnen vor einem historischen Triumph.

Die 24-Jährige aus Gladbeck blieb in ihren beiden Einsätzen am zweiten Tag des Solheim Cups erneut ungeschlagen und hatte damit erheblichen Anteil an der überraschenden 10,5:5,5-Führung des Titelverteidigers gegen Gastgeber USA.

Sollten die Europäerinnen in den Schlusseinzeln im Colorado Golf Club in Parker mindestens noch 3,5 Punkte holen, wäre der erste europäische Triumph auf amerikanischem Boden perfekt. Die US-Frauen benötigen 14,5 Zähler zum Erfolg.

"Es ist ein so tolles Gefühl, am ersten Tag einen Punkt zu holen, heute Vormittag ein halben, der sich anfühlt wie ein Sieg und am Nachmittag einen weiteren Punkt", sagte Caroline Masson.

Zunächst gelang Masson an der Seite der Schottin Catriona Matthew ein Remis gegen das US-Duo Brittany Lincicome/Lizette Lalas.

Im anschließenden Vierball siegte sie mit der Schwedin Caroline Hedwall, mit der sie bereits am Freitag erfolgreich war, gegen Michelle Wie und Jessica Korda, der Tochter des früheren Weltklasse-Tennisprofis Petr Korda (Tschechien).

Am Schlusstag muss Masson im neunten von zwölf Einzeln gegen Lexi Thompson ran. Damit hat die Debütantin eine gute Chance, wie Martin Kaymer beim Pendant Ryder Cup zum Matchwinner zu werden.

Dies war dem Mettmanner im Vorjahr in Medinah bei Chicago gegen die USA geglückt, als er den entscheidenden Putt zum Triumph der Europäer einlochte.

Caroline Masson ist erst die vierte deutsche Golferin beim Solheim Cup. Bei der vergangenen Austragung im Jahr 2011 im irischen Killeen Castle, als Europa 15:13 gewann, war die Düsseldorferin Sandra Gal dabei.

Dies war Europas vierter Triumph bei der zwölften Austragung. Zuvor hatten Elisabeth Esterl (Dingolfing) 2002 und 2003 sowie Bettina Hauert (Hagen) 2007 teilgenommen.

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