Im Golfsport brodelt die Gerüchteküche: Angeblich plant die US-Tour eine Übernahme der im englischen Wentworth ansässigen Europa-Tour.

Das berichtet die französische Nachrichtenagentur "AFP". Zu diesem Thema soll es sogar bereits Gespräche zwischen den beiden Tourchefs Tim Finchem (USA) und George O'Grady (Europa) gegeben haben.

Die Europa-Tour, die höchste Liga des Golfs auf dem Alten Kontinent, wurde 1972 gegründet, befindet sich allerdings seit einiger Zeit in massiven Schwierigkeiten. Wegen des zunehmenden Rückzugs von Sponsoren schwinden den Profis die Spielmöglichkeiten.

Das beste Beispiel hierfür ist Spanien. Statt der einst sieben Turniere (2011) steht aktuell nur noch eines im Kalender. Auch in Deutschland findet jährlich nur noch eine Konkurrenz statt, die BMW International Open.

Die US-Tour hingegen hegt schon seit längerem Expansionspläne. So wurde bereits die einstige Canadian Tour im Nachbarland übernommen und fungiert inzwischen als PGA Tour of Canada.

Auch in Lateinamerika und Asien ist die US-Tour stark engagiert. Dort hatte die Europa-Tour erst Ende der 90er Jahre begonnen Fuß zu fassen.

Die US-Tour selbst hat die Wirtschaftskrise weitestgehend gut überstanden. Die Preisgelder sind im Schnitt beinahe doppelt so hoch wie in Europa.

Von dort flüchten daher immer mehr Spieler über den Großen Teich, auch der ehemalige Weltranglistenerste Martin Kaymer (Mettmann) ist inzwischen ein vollwertiges Tour-Mitglied.

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