Golfprofi Marcel Siem aus Ratingen hat bei der von starken Regenfällen beeinträchtigten Singapur Open hauchdünn den Cut verpasst.

Der 32-Jährige beendete seine zweite Runde mit einer 70 und verpasste mit insgesamt 144 Schlägen die Qualifikation für die beiden Schlussrunden um einen Schlag. Dabei büßte der French-Open-Gewinner an Loch 6 mit einem Doppel-Bogey die wohl entscheidenden zwei Schläge ein.

Drei lange Pausen musste das Teilnehmerfeld verkraften, unter anderem wegen Blitzgefahr. Noch nicht klar war am Samstag angesichts der weiter ungünstigen Wetterprognose, ob das Turnier über die vollen vier Runden geht.

Unter Druck gerät dadurch auch der nordirische Star Rory McIlroy. Der Weltranglistenerste spielte wie Siem eine 70 und belegte mit sieben Schlägen Rückstand auf den führenden Dänen Thomas Björn (133 Schläge) den 24. Platz.

"Das waren zwei frustrierende Trage, wenn du rauf auf den Platz gehst und dann wieder runter musst. Es wäre einfach mal schön, länger am Stück spielen zu können", sagte der Gewinner US-PGA-Championship.

Sollte Rory McIlroy in Singapur unter die Top 3 kommen, wäre er nach dem Engländer Luke Donald im Vorjahr der zweite Profigolfer überhaupt, der im gleichen Jahr die Geldranglisten der US- und der Europa-Tour gewinnt. In den USA liegt "Roars" uneinholbar vorn.

Im "Race to Dubai" in Europa wäre er vor den letzten beiden Turnieren nicht mehr einzuholen.

Begleitet wird McIlroy in dem Insel- und Stadtstaat von seiner dänischen Freundin Caroline Wozniacki. Die ehemalige Nummer eins im Damen-Tennis hat ihre Saison bereits beendet und reiste nach Singapur an. McIlroy und Wozniacki hatten sich die gemeinsame Zeit jedoch etwas anders vorgestellt.

"Um 5.00 Uhr morgens aufstehen, um mich Golf spielen zu sehen, ist nicht exakt ihre Vorstellung von Urlaub. Aber hoffentlich haben wir nach dem Turnierende Zeit für ein paar gemeinsame Tage", sagte der Brite.

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