Trotz durchwachsener Leistungen in den vergangenen Monaten geht Deutschlands Golfstar Martin Kaymer selbstbewusst in seinen zweiten Ryder Cup am kommenden Wochenende (28. bis 30. September).

"Wenn ich meine Leistung abrufen kann, werde ich Punkte holen", sagte der frühere Weltranglistenerste im Gespräch mit dem "kicker". Diese sollten im besten Fall "dann hoffentlich zur Titelverteidigung reichen".

2010 hatte der 27-Jährige aus Mettmann sein Debüt beim prestigeträchtigen Duell zwischen Europa und den USA gefeiert. Damals blieb er in den Vierern mit den Engländern Lee Westwood und Ian Poulter ungeschlagen, einen Wunschpartner hat er für das Duell in Medinah vor den Toren Chicagos allerdings nicht.

"Ich kann mit vielen Partnern spielen. Mit Lee habe ich 2010 gut harmoniert. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, an der Seite von Nicolas Colsaerts zu spielen", sagte Kaymer.

Der belgische Newcomer Colsaerts bekam von Teamkapitän Jose Mara Olazabal die Wildcard.

Kaymer ist von einer atemberaubenden Stimmung in den USA schon jetzt überzeugt. "Die Fans sind fanatisch, laut und zu 80 bis 90 Prozent gegen uns. Das wird eine Aufgabe", prophezeit der Rheinländer.

Eine größere Herausforderung sei dies für ihn allerdings nicht, denn "denn für Europa beim Ryder Cup anzutreten, war 2010 und ist auch jetzt für mich eine sehr große Ehre und

Herausforderung", sagte Kaymer.

Das zurückgewonnene Selbstvertrauen basiert auch auf stundenlangem Training seines zuletzt wackeligen Schwungs. "Über meinen Schwung wurde schon genug geschrieben. Es gilt, sich im Leben weiterzuentwickeln, und diesen Prozess habe ich angeschoben", sagte Kaymer.

Und falls es wider Erwarten doch nichts mit den anvisierten Punkten werden sollte, darf Kaymer auf Unterstützung seiner Mannschaftskollegen hoffen: "Mein Team ist stabil an meiner Seite, in guten wie in schlechten Zeiten."

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