6. TIGER WOODS (Golf) - 49,3 Mio. Euro: Jahrelang führt er die Liste an. Im zweiten Jahr in Folge landet er auf Platz sechs - dank der Werbung
Tiger Woods hat in seiner Golf-Karriere bisher 14 Major-Turniersiege errungen © getty

Bei der PGA Championship deutet alles auf ein Duell zwischen Woods und Mickelson hin. Die beiden Golfer geben sich siegessicher.

Rochester/München - Tiger Woods will endlich Major-Titel Nummer 15, Phil Mickelson den Superstar erneut entzaubern:

Bei der PGA Championship in Rochester im US-Bundesstaat New York könnte es einmal mehr zum Duell der zurzeit besten Golfer auf dem Planeten kommen.

Die beiden Amerikaner haben sich in den vergangenen Jahren des Öfteren hochklassige und packende Kämpfe geliefert und kommen in Topform in den Oak Hill Country Club.

"Immer wenn Phil und ich miteinander kämpfen, geschieht das bei großen Turnieren", sagte Branchenprimus Woods vor dem letzten Major der Saison: "Und dabei haben wir einige brillante Runden und Golf auf höchstem Niveau gezeigt - miteinander und gegeneinander. Es hat immer jede Menge Spaß gemacht. Ich bin gierig und will dieses Turnier gewinnen."

Duell der Top-Zwei

Der 37-Jährige reist mit der Empfehlung eines souveränen Erfolgs bei der World Golf Championship an, der sechs Jahre ältere Mickelson ist amtierender British-Open-Sieger und als Weltranglistenzweiter Woods' ärgster Verfolger.

Gänzlich unterschiedliche Aspekte dürften beide in diesen Tagen in ihrem Glauben an den nächsten Major-Coup bestärken.

Gutes Omen für Woods

Woods hatte das hochklassig besetzte Feld bei der WGC in Akron praktisch nach Belieben dominiert und mit sieben Schlägen Vorsprung seinen 79. Titel eingefahren.

Unmittelbar vor einem Major hatte der Kalifornier zuletzt 2007 ein Turnier ähnlich leicht gewonnen - in Akron war das, danach triumphierte Woods bei der PGA Championship.

"Von der Leistung und dem Score gibt es da sicherlich Parallelen", sagte Woods, "aber ich habe seitdem mein Spiel umgestellt, ich reise mit einer anderen Gefühlslage an, und außerdem ist der Kurs der PGA-Championship im Vergleich zu 2007 völlig anders."

Roughs und Fairways liegen Mickelson

Damit meint Woods vor allem die dichten Roughs und die engen Fairways.

Und genau diese Aspekte dürften Mickelson in die Karten spielen, denn spätestens seit seinem Sieg bei der British Open gilt er als so etwas wie der Herrscher der Roughs.

"Ich habe den Kurs ganz genau analysiert und muss nun einfach nur klug spielen. Ich muss die Fairways treffen und dem tiefen Rough fernbleiben", sagte der Rechtshänder.

Dass der Sieg nur über Woods und Mickelson gehen kann, glaubt derweil auch Rekord-Majorsieger Jack Nicklaus.

"Beide werden sich dem extrem schwierigen Kurs anpassen und in diesen Tagen zur Höchstform auflaufen", sagte der 18-malige Major-Gewinner.

Rose und Stenson mit Außenseiterchancen

Im schier überdimensionalen Schatten der zwei Top-Favoriten rechnet sich eine Handvoll weiterer Golfer zumindest Außenseiterchancen aus.

US-Open-Sieger Justin Rose (England) gehört dazu, ebenso der viermalige Major-Sieger Ernie Els aus Südafrika.

Oder aber der Schwede Henrik Stenson, der bei der British Open hinter Mickelson und bei der WGC hinter Woods jeweils die zweiten Plätze ergatterte.

"So langsam gewöhne ich mich daran, vorne dabei zu sein und gut zu spielen", sagte Stenson.

Vielleicht wird an der Spitze aus dem erwarteten Zwei- dann ja doch noch ein Dreikampf.

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