Verspätete WM-Stadien, streikende Busfahrer und landesweite Proteste: Trotz anhaltender Probleme nimmt die brasilianische Regierung die Fußball-Weltmeisterschaft (12. Juni bis 13. Juli) selbstbewusst und mit Zuversicht in Angriff.

"Wir sind überzeugt, in zwei Wochen eine fantastische WM abzuliefern. Den Vorurteilen können wir nur unsere Erfolge entgegnen", sagte Sportminister Luis Fernandes.

Die Demonstrationen bezeichnete der Politiker als natürliches Zeichen der Demokratie.

Die WM gebe den jeweiligen Gruppen die Möglichkeit, ihren Forderungen weltweit Gehör zu verschaffen: "Ich denke, das ist natürlich. Was wir aber nicht tolerieren können, ist Gewalt."

Sollte es wie zuletzt auch während des Turniers zu Streiks im öffentlichen Nahverkehr kommen, habe man Notfallpläne in der Schublade.

Gleichzeitig betonte Fernandes die langfristigen Vorteile für sein Land, die sich erst auf lange Sicht zeigen würden. "Wir müssen über die WM hinaus blicken", sagte er.

Der Nutzen sei ökonomisch und gesellschaftlich immens. So habe Brasilien etwa allein durch den Confed Cup im Vorjahr durch Touristen Einnahmen in Höhe von umgerechnet rund 3,31 Milliarden Euro generiert.

Weiterlesen