Die hälfte der Deutschen glaubt an den WM-Titel © getty

Fast die Hälfte der Deutschen erwartet von der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien den Titel.

Dies geht aus einer Studie der "Football Research in an Enlarged Europe" über die Meinung über den Fußball in europäischen Ländern hervor. 7245 Europäer wurden befragt.

Genau 45 Prozent der deutschen Bevölkerung erwartet nach den zweiten und dritten Plätzen von 2002, 2006 und 2010, dass die DFB-Auswahl endlich wieder den Titel holt.

Letztmals war Deutschland 1990 WM-Champion geworden, der letzte Titel datiert mit dem EM-Triumph aus dem Jahr 1996.

Ganz besonders hoch ist das generelle Interesse an der WM in Deutschland: 82 Prozent der Deutschen wollen die WM aufmerksam verfolgen - ein Interesse, das offensichtlich die sozialen Klassen, Geschlechter und Altersgruppen überschreitet.

In Spanien, Deutschland und Italien erwartet mindestens die Hälfte der Bevölkerung, dass ihr Team das Halbfinale erreicht (zwischen 51 und 72 Prozent).

Im Land des WM-Titelverteidigers und zweimaligen Europameisters Spanien ist verständlicherweise die Erwartungshaltung am höchsten: 58 Prozent der Spanier erwarten einen Finalsieg ihrer Mannschaft.

In Italien gibt die Bevölkerung insgesamt vergleichsweise geringes Interesse an der WM an, ist aber dafür umso optimistischer: 46 Prozent glauben an einen Finalsieg der Azzurri.

Am niedrigsten ist die Vorfreude auf die WM allerdings in Italien (54 Prozent).

Offensichtlich haben dort die zahlreichen Skandale der letzten Jahre eine Nachwirkung auf das Interesse am Fußball im Allgemeinen.

In Großbritannien, Spanien und Frankreich liegt das Interesse bei ungefähr zwei Dritteln der Bevölkerung (63 bis 67 Prozent).

Das sogenannte FREE-Projekt war auf drei Jahre angesetzt (2012 bis 2015).

Es wird koordiniert vom gebürtigen Stuttgarter Professor Albrecht Sonntag vom Zentrum für Europaforschung an der französischen Wirtschaftshochschule ESSCA Ecole de Management in Angers.

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