Tausende Demonstranten sind im brasilianischen Sao Paulo gegen Obdachlosigkeit, die hohen Ausgaben für die in knapp drei Wochen beginnende WM-Endrunde und auch den Fußball-Weltverband FIFA auf die Straße gegangen.

Die Polizei berichtete von 15.000 Teilnehmern, die Organisatoren sprachen von der doppelten Anzahl.

"Wir sind hier, um gegen die hohen Kosten zu protestieren, denn wir haben keine Wohnungen und kein Gesundheitswesen", sagte Luiz Giovani, Mitglied der Arbeiterbewegung der Obdachlosen. Die Kosten für die WM (12. Juni bis 13. Juli) belaufen sich auf etwa elf Milliarden Euro.

Der Marsch durch ein großes Einkaufsviertel verlief friedlich. Auf Transparenten waren kritische Botschaften wie "FIFA, geh' nach Hause" zu lesen.

Erst am Dienstag hatten Busfahrer und Schaffner mit einem Streik den öffentlichen Nahverkehr in der 12-Millionen-Stadt lahmgelegt und für einen Rekordstau gesorgt. Auch am Freitag streikten in Sao Paulo und weiteren brasilianischen Städten die Busfahrer.

Hier gibt es alles zur WM 2014

Weiterlesen