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15 geschlossene Busbahnhöfe, mindestens 205 Linien im Stillstand, quergestellte Fahrzeuge als Barrikaden, Rekordstau von 261 Kilometern in Sao Paulo:

Der Streik der Busfahrer und Schaffner legte am Dienstagabend den Verkehr in der 12-Millionen-Stadt lahm. Auch ein Protestmarsch der städtischen Lehrer trug zu einem weiteren Chaos-Tag in der WM-Stadt bei.

Durch den Busstreik waren laut des städtischen Verkehrsamtes rund 230.000 Passagiere, größtenteils auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, betroffen.

Im Stadtteil Grajau zündete eine wütende Menge bei der Räumung eines besetzten Grundstücks durch die Polizei mindestens fünf Busse an, drei Fahrzeuge brannten total aus. Über 10.000 streikende Lehrer blockierten zudem auf ihrem Protestmarsch in der Innenstadt zeitweilig wichtige Verkehrsadern.

Sao Paulos Bürgermeister Fernando Haddad klassifizierte den Ausstand als "unverantwortlich und unzulässig" und sprach von einem Sabotageakt, weil mit der Bus-Gewerkschaft schon ein Kompromiss über Lohnerhöhung und Zusatzleistungen vereinbart worden sei.

Die Metropole, in der am 12. Juni das WM-Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien, drei weitere Vorrundenpartien sowie je ein Achtel- und ein Halbfinale stattfinden, war schon im vergangenen Jahr während des Confed Cups Zentrum der Protestkundgebungen gewesen.

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