Das internationale Netz katholischer Ordensschwestern hat im Vatikan unter dem Motto "Spiele fürs Leben und zeig den Menschenhandel an" eine Kampagne gegen Prostitution bei der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) vorgestellt.

In den zwölf WM-Spielorten werden 250 Ordensschwestern im Einsatz sein. Sie wollen die Bevölkerung für die Themen Menschenhandel und Prostitution sensibilisieren.

"Wir wollen unsere Kräfte vereinen, um die Schwächsten vom Sklaventum zu befreien", sagte der brasilianische Kardinal Joao Braz de Aviz.

Er hob hervor, dass Papst Franziskus wiederholt zu einem effizienteren Kampf gegen Menschenhandel aufgerufen habe.

"Die Profite durch Prostitution und Ausbeutung von Menschen sind enorm und nehmen bei internationalen Events wie eine WM rasant zu", betonte die Ordensschwester Gabriella Bottani, die sich seit zehn Jahren in Brasilien gegen Menschenhandel engagiert.

Bei der WM in Deutschland 2006 sei die Prostitution um 30 Prozent gestiegen, bei der WM in Südafrika 2010 lag der Anstieg bei 40 Prozent.

"Dabei sollte dieses große Fußballfest eine Gelegenheit sein, um das Recht zum Leben zu fördern und jegliche Form von Ausbeutung anzuzeigen", sagte Bottani.

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