Jerome Valcke und die FIFA haben die WM 2014 nach Brasilien vergeben © getty

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hat sich gegen eine Mitverantwortlichkeit des Weltverbandes an den sozialen Problemen im WM-Ausrichterland Brasilien gewehrt.

"Das Geld, das in die Stadien investiert wurde, ist kein Geld, das in Krankenhäuser oder Schulen hätte investiert werden sollen", sagte Valcke gut einen Monat vor dem Beginn der Endrunde (12. Juni bis 13. Juli).

Er fühle sich "definitiv nicht schuldig, weil die FIFA keine öffentlichen Gelder genutzt hat, die sonst für Erziehung, Gesundheit oder was auch immer genutzt worden wären", sagte Valcke:

"Als Brasilien sich um die WM beworben hat, hatten sie das Budget dafür. Wir haben ihnen kein Geld weggenommen. Der größte Teil des Geldes wurde zudem in die Infrastruktur investiert, die von den Brasilianern genutzt wird."

Seit Monaten kommt es in Brasilien immer wieder zu teils gewaltsamen Protesten gegen die Regierung, die WM-Endrunde wird dabei zunehmend sinnbildlich für die soziale Ungerechtigkeit in dem südamerikanischen Landes herangezogen. "Natürlich ist die Weltmeisterschaft wie auch der Confed-Cup im vergangenen Jahr die perfekte Plattform, um seine Enttäuschung auszudrücken", sagte Valcke, der auch während der WM mit neuen Protesten rechnet.

"Die Probleme gibt es weniger wegen der WM selbst, und diese Probleme von 2013 sind nicht viel anders als die in 2014. Die Gründe, auf die Straße zu gehen, haben sich nicht geändert", sagte Valcke:

"Auch, wenn 2013 die sozialen Medien viele Menschen auf die Straße gebracht haben. Es war 'in', auf die Straße zu gehen. Es gab eine Vielzahl von Menschen, die auf die Straße gingen, aber nicht wussten warum."

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