Im Fall eines erschlagenen Fans ist in der brasilianischen WM-Stadt Recife der mutmaßliche Täter festgenommen worden.

Ein anonymer Anruf brachte die Polizei auf die Spur des Verdächtigen, der die Tat im Verhör gestand und den Ermittlungsbehörden die Namen zweier Mithelfer nannte. Der Geständige gehört einem Fanklub des Vereins Santa Cruz FC an.

Am Freitagabend war bei der Zweitliga-Partie zwischen Santa Cruz und Parana Clube (1:1) der 26-jährige Paulo Ricardo da Silva gestorben, als er im Außenbereich des Stadions von einer aus gut 15 Meter Höhe von einem der oberen Tribünenränge geworfenen Toilettenschüssel am Kopf getroffen worden war.

Da Silva war Anhänger von Santa Cruz' Ortsrivalen Sport und wollte Verbrüderungs-Fotos mit den abmarschierenden Parana-Fans schießen.

Das Oberste Sportgericht STJD hat Santa Cruz bereits zu einer vorläufigen Platzsperre von zwei Spielen im Arruda-Stadion verurteilt.

Recife ist mit der neu erbauten Arena Pernambuco Schauplatz von fünf WM-Spielen, darunter am 26. Juni auch die letzte Vorrundenpartie der deutschen Mannschaft gegen die USA.

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