Das Exekutivkomitee der FIFA hat die Entscheidung über die Verlegung der Weltmeisterschaft 2022 aus den heißen Sommermonaten in Katar vertagt.

In Zürich gab Präsident Joseph S. Blatter bekannt, die FIFA müsse die Sachlage zunächst weiter prüfen, bevor auch nur eine generelle Entscheidung gefällt werden kann.

Die Verzögerung folgt auf die Schreckensmeldungen der vergangenen Tage, in denen von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und toten Gastarbeitern auf den WM-Baustellen des Wüstenstaates berichtet wurde.

Die FIFA betonte, dass eine Neuausschreibung des Turniers nicht zur Debatte stand.

Stattdessen soll eine Task Force den besten Zeitpunkt für das umstrittene Turnier am Golf herausfinden.

Das berichtet die Nachrichtenagentur "AP" am Freitag unter Berufung auf das Exekutivmitglied Michel D'Hooghe.

Demnach soll ein Expertengremium FIFA-Offizielle, Mediziner sowie TV- und Werbepartner in den Entscheidungsprozess einbinden.

Mit einer Entscheidung sei nicht vor 2015 zu rechnen. FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte gehofft, schon bei dem aktuellen Treffen eine grundsätzliche Entscheidung für ein Winter-Turnier zu erreichen.

Die genaue Terminfindung gestaltet sich aber schwierig, da sich besonders aus der englischen Liga grundsätzlicher Widerstand gegen eine Verlegung vom Sommer in den Winter formiert hat.

Die Deutsche Fußball Liga hatte kürzlich vor einem Schnellschuss gewarnt.

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