Samuel Eto'o (l., mit Volker Finke) wurde vier Mal Afrikas Fußballer des Jahres © getty

Ein Prämienstreit beschäftigt die unzähmbaren Löwen vor dem Test gegen Deutschland. Samuel Eto'o steht vor dem Comeback.

München / Kufstein - Prämienstreit und Paraguay-Pleite: Bei Kamerun läuft es 13 Tage vor dem WM-Start noch nicht rund. (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014)

Trainer Volker Finke bemühte sich jedoch, die Querelen vor dem Länderspiel gegen Deutschland am Sonntag in Mönchengladbach (ab 20 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) herunterzuspielen, zumal es auch Lichtblicke gab.

Der Mainzer Maxim Choupo-Moting traf bei der 1:2-Niederlage gegen Paraguay erneut - und Superstar Samuel Eto'o steht gegen die DFB-Elf vor seinem Comeback.

"Eine Niederlage in einem Testspiel ist keine Katastrophe", sagte Finke nach dem 1:2 gegen das für die WM nicht qualifizierte Paraguay (Bericht).

Finke streicht fünf Spieler

"Ich habe viel gesehen, was mir bei der Kader-Nominierung hilft", fügte der frühere Bundesliga-Trainer des SC Freiburg an. Am Montag muss Finke noch fünf Spieler streichen und seinen endgültigen 23-er Kader benennen.

Auch für die Partie gegen das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag gewann Finke offenbar wichtige Eindrücke.

"Ich habe schon einige Ideen, wie die Startelf aussehen wird", meinte Finke, dessen Team es bei der WM in der Gruppe A mit Gastgeber Brasilien, Kroatien und Mexiko zu tun bekommt: "Wir wollen gegen Deutschland ein gutes Resultat erzielen."

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Gute Karten für Choupo-Moting

Gute Karten bei dem 66-Jährigen hat mittlerweile Stürmer Choupo-Moting, der sowohl beim 2:0-Sieg am Montag über Mazedonien als auch gegen Paraguay traf.

"Er hat eine gute Saison gespielt und das sieht man auch auf dem Platz", sagte Finke dem kicker über den 25-Jährigen, der in der letzten Saison zehn Tore erzielte. Schalkes Defensivmann Joel Matip ist zudem fest für die Abwehr vorgesehen.

Vor seiner Rückkehr ins Team steht Eto'o, der in Gladbach in den letzten 20 Minuten zum Einsatz kommen soll. Der Star vom FC Chelsea laboriert an einer Knieverletzung, wird vom Freiburger Physio Uwe Vetter behandelt.

"Er braucht Ruhe und gezielte individuelle Arbeit. Wir tun alles dafür, dass er bei der WM eine gute Rolle spielt", sagte Finke.

Zunächst im Sturm auflaufen könnte Edgar Salli. Finke lobte den erst 21-Jährigen vom RC Lens nach dem Paraguay-Spiel in höchsten Tönen: "Er hat ein Spiel, das ich wirklich mag."

Prämienstreit sorgt für Trubel

Weiterhin für Trubel sorgt indes der Prämienstreit zwischen Spielern und Verband. Heimische Medien hatten berichtet, dass die Nationalspieler für den Sprung zur WM 182.000 Euro pro Person verlangten und das nachgebesserte Angebot der Regierung von 68.000 Euro abgelehnt hätten. Angeblich sollen sie damit gedroht haben, das Testspiel gegen die DFB-Elf platzen zu lassen. "Das ist eine Geschichte, die zwischen den Spielern und den Verantwortlichen abläuft. Da halte ich mich komplett raus", sagte Finke.

Trotz aller Probleme haben die "unzähmbaren Löwen" in Brasilien ein großes Ziel. Die Afrikaner wollen unbedingt die K.o.-Runde erreichen. Der Trainer weiß auch genau wie.

Punkte gegen Mexiko und Kroatien

"Wir sollten unsere Punkte gegen Mexiko und Kroatien holen", sagte Finke, der vor allem einen Erfolg zum Auftakt gegen Mexiko fordert: "Mexiko, der Einstieg zur WM, ist das Wichtigste, auf das wir uns vorbereiten."

Für Choupo-Moting wäre ein Vorrunden-Aus ebenfalls eine große Enttäuschung. "Wenn wir die Gruppenphase überstehen, dann ist das ein gelungenes Turnier", sagte der Mainzer.

Schon einmal gelang Kamerun bei einer WM der Sprung in die K.o.-Runde. Bei der WM 1990 stürmte die Mannschaft um den legendären Stürmer Roger Milla sogar bis ins Viertelfinale - als erste Mannschaft Afrikas.

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