Russlands Hoffnungsträger im Sturm ist Alexander Kerschakow (Zenit St. Petersburg) © getty

Das von Fabio Capello betreute Russland testet gegen die Slowakei seine Frühform. Im WM-Achtelfinale könnte Deutschland warten.

Von Christoph Lother

München - An Selbstvertrauen mangelt es Fabio Capello vor der WM nicht.

"Wir können unter die ersten Vier kommen", sagte der Trainer der russischen Nationalmannschaft zuletzt der römischen Tageszeitung "La Repubblica".

Im heimischen Moskau wollen sich die Russen nun den Feinschliff für Brasilien und ihr großes Ziel holen.

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Seit dem vergangenen Mittwoch trainiert das mittlerweile auf 25 Mann reduzierte vorläufige WM-Aufgebot in der russischen Hauptstadt, am 8. Juni startet dann der Flieger Richtung Zuckerhut.

Zuvor bestreiten die Osteuropäer noch drei Testspiele, das erste davon am heutigen Montag in St. Petersburg gegen die Slowakei (ab 15.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Pogrebnjak aus dem Kader gestrichen

Gegen den WM-Achtelfinalisten von 2010 geht es für die mit Ausnahme von Mittelfeldmann Denis Tscheryschew (FC Sevilla) ausschließlich in der Heimat beschäftigten russischen Spieler vor allem darum, sich für einen der 23 Plätze im endgültigen WM-Kader zu empfehlen (ÜBERSICHT: Die vorläufigen WM-Kader der Gruppen E bis H).

Verpasst hat diesen bereits der ehemalige Stuttgarter Pawel Pogrebnjak.

Der Stürmer vom englischen Zweitligisten FC Reading ist neben dem 77-maligen Nationalspieler Alexander Anjukow (Zenit St. Petersburg) der prominenteste Name, der zuletzt von Capellos Kandidatenliste gestrichen wurde.

Bei der EM in Vorrunde gescheitert

Sie werden also definitiv nicht mehr dabei sein, wenn die Russen in ein paar Wochen das Halbfinale und damit den größten WM-Erfolg seit ihrem vierten Platz im Jahr 1966 anstreben.

Ein ambitioniertes Ziel, wenn man bedenkt, dass die Russen in Brasilien erstmals seit 2002 überhaupt wieder bei einer WM dabei sind (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Und wenn man sich daran erinnert, wie sie bei der EM 2012 in der vermeintlich schwächsten aller Vorrundengruppen mit Tschechien, Griechenland und Co-Gastgeber Polen als Tabellendritter vorzeitig ausschieden.

In der WM-Quali vor Portugal

Doch Capellos Zuversicht kommt nicht von ungefähr.

Seit der mittlerweile 67-jährige Italiener im Anschluss an das verkorkste Turnier in Polen und der Ukraine vor zwei Jahren das Zepter übernahm, ging es bei der Sbornaja spürbar bergauf.

In der Qualifikation für Brasilien sicherten sich die Russen souverän den Gruppensieg - vor den vom zweimaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo angeführten Portugiesen.

Möglicher Achtelfinal-Gegner der Deutschen

Zur WM fahren sie plötzlich nicht mehr als Außenseiter, sondern als ernstzunehmender Anwärter auf die K.o.-Runde.

Und somit auch als potenzieller Achtelfinal-Gegner der Deutschen.

Die würden im Falle eines Weiterkommens nämlich auf den Ersten oder Zweiten der Gruppe H treffen.

In der messen sich die Russen neben Geheimfavorit Belgien noch mit den Underdogs aus Südkorea und Algerien.

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