ZUM DURCHKLICKEN: Die WM-Gruppen in Bildern © getty

Einer englischen Zeitung zufolge ist die deutsche die stärkste aller WM-Vorrundengruppen. Die Rechnung dahinter hat's in sich.

Von Christoph Lother

München - Die WM in Brasilien rückt näher, der Druck auf das DFB-Team nimmt zu.

In schöner Regelmäßigkeit zählen Fußball-Experten Löws Mannschaft zu den Topfavoriten auf den WM-Titel.

Günter Netzer beispielsweise lobt die deutsche Nationalmannschaft auf "dfb.de" für "einen Fußball, der völlig außergewöhnlich ist".

Zugleich fordert der Weltmeister von 1974 aber: Nun müsse bei einem Turnier der "nächste Schritt", sprich ein Titel kommen.

Ein Vorrundenaus wäre laut Netzer für die deutsche Elf unverzeihlich.

FIFA-Weltrangliste als Basis

Dabei hat der dreifache Weltmeister alles andere als eine leichte Gruppe erwischt.

Die britische Zeitung "Guardian" sieht die Gruppe G gar als Todesgruppe.

Sie zieht allerdings eine - sagen wir - interessante Rechnung zu Rate.

So ermittelt das Blatt die Stärke einer Vorrundengruppe aus den jeweiligen Punktzahlen ihrer Teilnehmer in der FIFA-Weltrangliste.

Sprich: Die Punktzahlen aller vier Mannschaften einer Gruppe werden addiert, die Gesamtsumme anschließend durch vier geteilt.

Die Gruppe mit dem höchsten Durchschnittswert ist die stärkste (SERVICE: Der Tabellenrechner zur WM 2014).

"Deutsche" Gruppe mit den meisten Punkten

Demnach wäre die Zusammensetzung aus Deutschland, Portugal, den USA und Ghana die "Todesgruppe" der WM 2014.

Auf durchschnittlich 1090 Punkte bringen es die Teams der Gruppe G im aktuellen FIFA-Ranking. Mit der DFB-Elf und der Auswahl um den portugiesischen Superstar Cristiano Ronaldo sind gleich zwei der Top Five dabei.

Hinzu kommen die von Jürgen Klinsmann betreuten US-Amerikaner als Nummer 14 der Welt und das von Schalke-Star Kevin-Prince Boateng angeführte Ghana (24.).

Die "englische" Gruppe D hingegen wäre mit einem Durchschnitt von 1008 Punkten gerade mal die drittstärkste. Mit den in der Weltrangliste sechstplatzierten Uruguayern an der Spitze, Italien (7.) als Nummer zwei sowie den "Three Lions" (13.) und Costa Rica (31.) dahinter.

Topspiel zwischen Spanien und Niederlande

Auch die Hammergruppe B mit den Schwergewichten Spanien (1.) und Niederlande (9.) käme nach dieser Rechnung nicht an die Gruppe der Deutschen heran.

Zu niedrig sind Chile (15.) und der rein vom Papier her schwächste WM-Teilnehmer Australien (59.) in der Rangliste eingestuft ( 817600 DIASHOW: Die WM-Auslosung ).

Die hochkarätigste aller Vorrundenbegegnungen wäre demnach die Partie zwischen Titelverteidiger Spanien und den Niederländern, die es im FIFA-Ranking auf durchschnittlich 1306 Punkte bringen.

Deutschland und Portugal kommen im Schnitt auf 1245 Zähler.

Ob die Engländer mit ihrer Einschätzung wirklich richtig liegen, wird sich in sechs Monaten zeigen.

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