Nachdem das DFB-Team seine Vorrundengegner kennt, werden die Vorbereitungen intensiviert. In der Gruppe geht es gegen alte Bekannte.

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Aus Costa do Sauipe berichten Thorsten Mesch und Jochen Stutzky

Costa do Sauipe - Auf die deutsche Nationalmannschaft warten in der Vorrunde der WM in Brasilien zwei Spiele gegen alte Bekannte - und ein Duell mit einem Megastar.

Zum Auftakt muss das Team von Bundestrainer Joachim Löw am 16. Juni in Salvador gegen Cristiano Ronaldo und Portugal ran. Fünf Tage später geht es im rund 1200 Kilometer entfernten Fortaleza gegen Ghana um Schalke-Star Kevin-Prince Boateng.

Zum Abschluss der Gruppen G warten am 26. Juni in Recife Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann und die USA.

Löw befürchtet "Strapazen"

"Wir wissen jetzt, wo wir spielen, jetzt können wir den nächsten Schritt machen. Wir müssen uns in der Vorbereitung an die Schwüle und an die hohen Temperaturen gewöhnen", sagte Löw: "Es ist nicht nur ein Wiedersehen mit Jürgen Klinsmann, Ghana hatten wir 2010 schon in unserer Gruppe. 2012 hatten wir Portugal im ersten Spiel."

Doch der DFB-Coach blickte auch bereits über die Vorrunde hinaus: "Aber zunächst einmal haben wir sehr viel zu tun, um diese Gruppe zu überstehen. Das ist eine schwere Gruppe, insgesamt eine WM der Strapazen. Man muss vieles einberechnen."

Zahlreichen Top-Teams geht die deutsche Mannschaft im Falle eines erfolgreichen Turnierverlaufs aber lange aus dem Weg. Gastgeber Brasilien, Titelverteidiger Spanien, Angstgegner Italien oder die Niederlande könnten erst im Halbfinale warten.

"Wir müssen nicht unzufrieden sein. Alle Gegner sind machbar. Es ist klar, dass wir der Favorit sind", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff nach der Auslosung in Costa do Sauipe.

Brasilien startet gegen Kroatien

Gastgeber Brasilien bekommt es im Eröffnungsspiel am 12. Juni in Sao Paulo mit Kroatien zu tun. Dann folgen Partien gegen Kamerun und Mexiko.

Das vermeintliche Top-Duell der Vorrunde steigt in der Gruppe B: Hier kommt es zur Wiederauflage des WM-Endspiels 2010 zwischen Spanien und den Niederlanden. Vize-Europameister Italien hat ebenfalls ein schwieriges Los erwischt: Neben Außenseiter Costa Rica warten England und Uruguay. ( 816143 DIASHOW: Die deutschen Vorrundenspiele seit 2002 ).

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Blatter: "Let's celebrate football!"

Vor der Auslosung wurde bei der Zeremonie dem verstorbenen Nelson Mandela gedacht. Nach der Schweigeminute rief FIFA-Präsident Joseph S. Blatter aus: "Now let's celebrate football!"

Staatspräsidentin Dilma Rousseff hieß die Fußballfans aus aller Welt in Brasilien willkommen. Dann betrat Spaniens Weltmeistertrainer Vicente del Bosque mit dem WM-Pokal in der Hand die Bühne.

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Als die Auslosung schließlich begann, wurden der DFB-Elf nacheinander Ghana, die USA und zum Abschluss Portugal zugelost.

Löw, der als Assistent von Klinsmann gemeinsam mit dem heutigen US-Nationaltrainer für das Sommermärchen 2006 verantwortlich zeichnete, musste ebenso wie DFB-Präsident Wolfgang Niersbach herzhaft lachen, als FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke das Los mit der Aufschrift USA in die Kamera hielt.

"Schwierig, aber machbar. Ich freue mich darauf, Cristiano Ronaldo, Fabio Coentrao und Pepe zu treffen", schrieb Mittelfeldstar Mesut Özil bei Facebook und fieberte bereits auf das Duell mit den Portugiesen hin.

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Quartier-Frage offen

Bierhoff und Löw müssen nun bald entscheiden, wo die deutsche Mannschaft während der WM ihr Quartier bezieht.

Nach der Auslosung und dem möglichen weiteren Turnierverlauf wäre es keine Überraschung, wenn die Wahl auf das Mabu Brasili Resort in Porto Seguro, etwa 600 Kilometer südlich von Salvador, fallen würde.

Der San Rapahel Country Club in Itu in der Nähe von Sao Paulo erscheint nun wegen der in der Vorrunde deutlich größeren Flugdistanzen eher unwahrscheinlich

"Brasilien ist Top-Favorit"

Erster Titelanwärter für Löw ist mit großem Vorsprung der Gastgeber, wie der Bundestrainer am Freitag auch in einem kurzen Gespräch mit Brasiliens Fußball-Idol Pele deutlich machte.

"Brasilien ist der Top-Favorit mit dieser Urkraft und Energie zu Hause. Das Team steht über dem Individualismus. Dazu kommt der Heimvorteil als Trumpfkarte", sagte der 53-Jährige vor seinem vierten Turnier als Cheftrainer.

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