Der Countdown zur Auslosung der WM-Gruppen läuft. SPORT1 berichtet umfassend live und beantwortet vorab die wichtigsten Fragen.

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Costa do Sauipe/München - Nur noch wenige Stunden bis zur heiß erwartenden Ziehung der WM-Gruppen in Costa do Sauipe (ab 16.45 im LIVE-TICKER, auf SPORT1.fm, in der SPORT1-App und im SPORT1-Teletext S. 202).

Dort steigt, nur einen Steinwurf vom weißen Sandstrand entfernt, auf 9000 Quadratmetern die große Show (auch bei SPORT1-Twitter und auf Facebook).

Alles dreht sich um die Auslosung der WM-Gruppen. Ganz unkompliziert ist das Verfahren nicht. (Alles zur WM-Auslosung in Bundesliga Aktuell, ab 18.30 Uhr und 21.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

SPORT1 beantwortet deshalb vorab alle wichtigen Fragen:

Wie läuft die Auslosung genau ab?

Zunächst wird ein Land aus "Europa"-Topf 4 (der neun Teams enthält) gezogen und in Topf 2 versetzt.

Anschließend werden die Top-Gesetzten aus Topf 1 den Gruppen zugelost. Nur Brasilien steht bereits als Kopf der Gruppe A fest ( 816007 DIASHOW: Die Lostöpfe ).

Die einzige europäische Mannschaft aus Topf 2 wird zuerst in eine Gruppe mit südamerikanischem Gruppenkopf gesetzt, dann werden der Reihe nach alle anderen Teams aus Topf 2 gezogen.

Dabei wird so verfahren, dass keine zwei südamerikanischen Teams in der Vorrunde gegeneinander spielen. Gegebenenfalls wird die jeweilige Gruppe übersprungen.

Ganz unkompliziert geht es bei Topf 3 und 4 weiter. Das erste gezogene Team landet in Gruppe A, das zweite in Gruppe B und so weiter.

Auch die Positionen innerhalb der Gruppen, welche für die Festlegung des Spielplans entscheidend sind, werden ausgelost (Übersicht im SPORT1-Teletext S. 424).

Was war im Probedurchgang los?

Mit der Gruppe, die Deutschland beim Probelauf für die WM-Auslosung gezogen hat, könnte Bundestrainer Joachim Löw zufrieden sein.

Bei der Simulation für die Show in Costa do Sauipe wurde dem DFB-Team Ecuador, Iran und Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo zugelost.

Eine echte "Hammergruppe" erwischten Franck Ribery und Co. Ginge es nach dem Probelauf müsste Frankreich gegen Brasilien, Italien und Australien ran.

Wer spielt Glücksfee?

Die Creme de la Creme der Fußball-Geschichte. Die Weltmeister Cafu, Fabio Cannavaro, Mario Kempes, Lothar Matthäus, Zinedine Zidane und Geoff Hurst.

Und Pele?

Das Idol des brasilianischen Fußballs bekommt bei der Mega-Show selbstverständlich eine Hauptrolle.

Die Veranstalter geben sich da bis jetzt jedoch ziemlich geheimnisvoll.

Das sind die Lostöpfe:

Topf 1: Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien, Schweiz, Uruguay

Topf 2: Chile, Ecuador, Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria

Topf 3: Australien, Iran, Japan, Südkorea, Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA

Topf 4: Niederlande, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Russland, Frankreich

Warum sind die Schweiz, Kolumbien, Belgien und Uruguay in Lostopf 1?

Diese Team rangierten in der FIFA-Weltrangliste vom Oktober auf Platz vier bis sieben - und sind deshalb als Gruppenköpfe gesetzt.

Die Schweiz (1138 Punkte) war dabei nur zwei Zähler besser als die Niederlande und Italien (je 1136) - und hat insofern Glück, in Lostopf 1 gelandet zu sein.

Generell richtet sich die Weltrangliste nach den Ergebnissen der vergangenen vier Jahre. Punkte sammelt man insbesondere über Siege bei Qualifikations- und Endrunden-Spielen. Wer hoch platzierte Teams schlägt, profitiert zusätzlich.

Wer sind mögliche Gegner für die DFB-Auswahl?

Generell jedes Team - außer die anderen Länder in Topf 1, also Brasilien, Spanien, Argentinien, Kolumbien, Belgien, Schweiz und Uruguay.

In der Vorrunde kann Deutschland damit bereits auf Erzrivale Niederlande, Angstgegner Italien, Portugal, Frankreich oder auch England treffen ( 816467 DIASHOW: Diese Stars drohen Deutschland ).

Löw bleibt dennoch gelassen: "Nein, schlaflose Nächte bereitet mir das nicht. Jede Nation muss schon in der Gruppenphase mit gewissen Hindernissen rechnen. Das Niveau ist unglaublich hoch", sagte er vor dem Abflug nach Brasilien.

Eine deutsche Hammergruppe könnte zum Beispiel mit den Niederlanden, Chile und Mexiko bestückt sein ( 816143 DIASHOW: Die deutschen Vorrundenspiele seit 2002 ).

Mit Griechenland, Algerien und dem Iran als mögliche Gegner-Kombination könnte Deutschland sicherlich deutlich besser leben.

Sind drei europäische Gegner für Deutschland möglich?

Nein. Schon die Topfaufteilung nach regionalen Aspekten macht das unmöglich.

Außerdem wird bei der Auslosung darauf geachtet, dass höchstens zwei Länder von einem Kontinent in derselben Gruppe spielen.

Wo finden die deutschen Spiele statt?

Das hängt von der Auslosung ab. Denn die Spielorte sind den jeweiligen Gruppen zugeordnet.

Je nachdem, wo Deutschland spielen wird, ändert sich auch die Planung für das Basis-WM-Quartier in Brasilien.

Zur Auswahl stehen nach mehreren Vorbesichtigungen noch Salvador und Sao Paulo.

Nationalkeeper Manuel Neuer blickt "gespannt auf die Auslosung, denn dann wissen wir, wo das Quartier ist, wo wir spielen. Ob es dort kalt oder warm ist."

Zu den schwierigeren Spielorten gehören sicherlich die tropisch-heißen Städte Manaus und Cuiaba sowie die hochgelegenen Orte Curitiba und Belo Horizonte.

Dazu Löw: "Wer beginnt, mit diesen Dingen zu hadern und zu lamentieren, der hat schon verloren."

Überhaupt würden die Uhren in Brasilien anders laufen. "Da ist es laut, da ist es heiß. Aber wer Weltmeister werden will, muss das alles verdrängen", sagte der Bundestrainer.

Wer ist für den DFB bei der Auslosung vor Ort?

Löw wird natürlich persönlich vor Ort sein. Dafür nimmt er auch die 20-stündige Anreise und 11.500 Flugkilometer in Kauf.

Am Dienstag machte sich die DFB-Delegation - der neben Löw noch dessen Assistent Hansi Flick, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Generalsekretär Helmut Sandrock und Teammanager Oliver Bierhoff angehören - von München aus über Sao Paulo nach Salvador da Bahia.

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