Lothar Matthäus kann die Verpflichtung von Alonso nicht nachvollziehen
Lothar Matthäus bestritt 150 Länderspiele und erzielte 23 Tore © getty

Für das DFB-Team und Brasilien kann es bei der Gruppenauslosung ganz dick kommen. Doch vielleicht ist die Losfee ein gutes Omen?

Aus Brasilien berichten Thorsten Mesch und Jochen Stutzky

Costa do Sauipe - Am Dienstagmorgen brasilianischer Zeit plauderte Lothar Matthäus im Flieger von Sao Paulo nach Salvador de Bahia noch locker mit deutschen Journalisten.

Am Freitagmittag (17 Uhr deutscher Zeit) wird die ganze Fußballwelt auf ihn blicken, denn dann der Rekordnationalspieler seinen großen Auftritt.

Im brasilianischen Ferienort Costa do Sauipe betätigt sich Matthäus als Losfee.

Angstgegner und Erzrivale lauern

Doch dabei könnte Matthäus einige dicke Brocken als Gegner des DFB-Teams aus den Lostöpfen fischen.

Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw kann nämlich schon in der Gruppenphase auf Angstgegner Italien, Erzrivale Niederlande, Frankreich oder England treffen.

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Deutschland droht zum Beispiel eine Hammer-Gruppe mit Italien, Chile oder der Elfenbeinküste und den USA. Es wäre aber auch eine vergleichsweise leichte Vorrunde mit Bosnien-Herzegowina, Algerien und Honduras möglich

Zunächst neun Teams in Topf 4

Dass das DFB-Team eine enorm schwierige Gruppe erwischen könnte, ist schon seit einigen Wochen klar.

Aber nach der Einteilung der Töpfe durch den Weltverband FIFA am Dienstag steht nun endlich fest, welche Mannschaften welchen Lostöpfen zugeordnet sind.

Dabei gibt es allerdings noch eine Besonderheit. In Topf vier befinden sich derzeit noch neun europäische Mannschaften.

Vor der eigentlichen Gruppenauslosung wird am Freitag eine europäische Mannschaft in Topf zwei gelost, damit sich in allen Töpfen acht Teams befinden.

Brasilien kann es schlimm erwischen

Die in Topf zwei geloste europäische Mannschaft trifft automatisch auf einen Gruppenkopf aus Südamerika.

Gastgeber droht ein Treffen mit dem viermaligen Titelträger Italien und den Niederlanden. Für Deutschland könnte es "nur" heißen: Italien oder Niederlande, denn das DFB-Team kann nur einen europäischen Gegner zugelost bekommen.

Löw hat keine Wunschgegner

Spätestens am frühen Freitagabend herrscht dann aber endgültig Klarheit darüber, mit wem es die deutsche Mannschaft im kommenden Jahr in der Vorrunde zu tun bekommt.

"Wir nehmen es wie es kommt. Wir haben keine Wunschgegner§, hatte Löw zuletzt der Zeremonie im brasilianischen Bundesstaat Bahia gelassen entgegengeblickt.

"Wenn Deutschland in ein Turnier geht, will man immer den maximalen Erfolg", sagte Löw, der am Mittwoch mit dem DFB-Tross in Costa do Sauipe eintrifft, mit Blick auf die Auslosung.

Matthäus als gutes Omen?

Lothar Matthäus steht für maximalen Erfolg. Er führte die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän an, die 1990 in Italien Weltmeister wurde.

Es könnte gutes Omen für die deutsche Mannschaft sein.

Die Lostöpfe im Überblick:

Topf1, gesetzte Teams, Gruppenköpfe: Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Uruguay, Schweiz, Belgien

Topf 2: Afrika und Südamerika: Chile, Ecuador, Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria

Topf 3:, Asien, Nord-, Zentralamerika und Karibik: Australien, Iran, Japan, Südkorea, Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA

Topf 4: Europa: Niederlande, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Russland, Frankreich

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