In die Zange genommen: Italiens Doppeltorschütze Pablo Osvaldo (M.) © getty

Der Vize-Europameister lässt in Bulgarien Federn, Ronaldo und Co. blamieren sich fast. Holland, England und Frankreich siegen.

München - Vize-Europameister Italien hat zum Auftakt der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien Federn gelassen.

Die Mannschaft von Trainer Cesare Prandelli kam in Sofia gegen Bulgarien nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus.

Louis van Gaal, Didier Deschamps und Fabio Capello sind dagegen bei ihren Pflichtspieldebüts auf der Trainerbank ihrer neuen Teams jeweils mit einem Sieg gestartet.

Van Gaal setzte sich mit den Niederlanden 2:0 (1:0) gegen die Türkei durch, die Franzosen gewannen unter Deschamps 1:0 (1:0) in Finnland und Capellos Russen siegten 2:0 (1:0) gegen Nordirland.

Glück hatte Giovanni Trapattoni, der mit Irland erst in den Schlussminuten den 2:1 (0:1)-Sieg in Kasachstan perfekt machte (DATENCENTER: WM-Qualifikation). Auch Portugal mit Superstar Ronaldo geriet bei Fußballzwerg Luxemburg in Rückstand, siegte am Ende aber doch mit 2:1.

Osvaldo-Doppelpack reicht nicht

Stanislaw Manolew brachte die Bulgaren in Führung (30.).

Pablo Osvaldo drehte dann zwar die Begegnung mit einem Doppelpack (36. und 39.) für die Italiener, doch Georgi Milanow rettete den Gastgebern in der 66. Minute mit seinem Treffer einen Punkt.

Vize-Weltmeister Niederlande musste in Amsterdam vor 49.500 Zuschauern nach der frühen Führung durch Robin van Persie (16.) auf die Erlösung durch Luciano Narsingh (90.+3) warten.

Der ehemalige Bayern-Trainer van Gaal bot van Persie entgegen vorheriger Ankündigungen und ließ Schalkes Klaas-Jan Huntelaar 90 Minuten lang auf der Bank.

Poldi-Kollege trifft für Frankreich

Die "Equipe Tricolore" nahm die drei Punkte dank eines Treffers von Abou Diaby mit. Der Mannschaftskamerad der deutschen Nationalspieler Per Mertesacker und Lukas Podolski beim FC Arsenal war bereits in der 20. Minute für Frankreich erfolgreich.

Bayern-Star Franck Ribery stand in der Startelf von Les Bleus, bei den Finnen spielten Gladbachs Alexander Ring und Teemu Pukki von Schalke 04 von Beginn an.

Zenit-Spieler sorgen für Russland-Sieg

Für Russland erzielten Wiktor Fajsulin (30.) und Roman Schirokow (78., Foulelfmeter), beide von Meister Zenit St. Petersburg, die Treffer.

Capello, der nach dem Vorrunden-Aus Russlands bei der EM in Polen und der Ukraine den Job des Niederländers Dick Advocaat übernommen hatte, hatte vor der Partie mit der Aussortierung dreier Stars ein klares Zeichen gesetzt.

Kapitän Andrej Arschawin vom FC Arsenal sowie der frühere Stuttgarter Bundesligaprofi Pawel Pogrebnjak (FC Reading) und Roman Pawljutschenko (Lokomotive Moskau) wurden nicht nominiert.

[kaltura id="0_we8uwve5" class="full_size" title="Italien blamiert sich"]

Furioser Irland-Schlussspurt

Robbie Keane (89./Foulelfmeter) und der eingewechselte Kevin Doyle (90.) schossen Irland in Kasachstan in einem furiosen Schlussspurt zum 2:1.

Den Treffer in Astana für die Gastgeber, bei denen Heinrich Schmidtgal vom Bundesligisten SpVgg Greuther Fürth in der Startformation stand, erzielte Kapitän Kajrat Nurdauletow (37.) von FK Lokomitive Astana.

Die Iren, die bei EM in Polen und der Ukraine in der Gruppenphase an den späteren Finalisten Spanien und Italien gescheitert waren, treffen am 12. Oktober in Dublin auf die deutsche Mannschaft.

Auch Portugal geriet bei Außenseiter Luxemburg in Rückstand: Daniel da Mota von F91 Düdelingen traf in der 13. Minute, ehe Ronaldo (28.) und Helder Postiga (54.) die Verhältnisse zurechtrückten.

Hitzfeld siegt - England mit Schützenfest

Ottmar Hitzfeld hat mit der Schweiz in Ljubliana gegen Gastgeber Slowenien mit 2:0 (1:0) gewonnen. Granit Xhaka von Bundesligist Borussia Mönchengladbach brachte die Schweizer in der 20. Minute in Führung.

Nach dem Wechsel traf Gökhan Inler (51.) zum Endstand. Nach Gelb-Rot gegen den Schalker Tranquillo Barnetta spielten die Gäste in der Schlussviertelstunde in Unterzahl.

England gewann bei Außenseiter Moldau 5:0 (3:0). Frank Lampard hatte den Weltmeister von 1966 mit einem verwandelten Foulelfmeter schon in der 4. Minute auf die Siegerstraße gebracht. Erneut Lampard (29.), Jermain Defoe (32.), James Milner (74.) und Leighton Baines (83.) erzielten die weiteren Treffer.

Polen nur remis

Polen mit dem neuen Trainer Waldemar Fornalik kam zu einem 2:2 (1:2) in Montenegro.

Der eingewechselte Adrian Mierzejewski (55.) rettete den Polen einen Punkt, nachdem Nikola Drincic (27.) und Mirko Vucinic (45.+3) die frühe Führung der Gäste durch den Dortmunder Jakub Blaszczykowski (6./Foulelfmeter) zwischenzeitlich gedreht hatten.

Bei den Gastgebern sah Savo Pavicevic (69.) ebenso die Rote Karte wie bei den Polen Ludovic Obraniak (73.).

Ibisevic und Dzeko mit Dreierpack

Torjäger Vedad Ibisevic vom Bundesligisten VfB Stuttgart steuerte einen Dreierpack (33./40./83.) zum lockeren 8:1 (4:0)-Sieg von Bosnien-Herzegowina in Vaduz gegen Gastgeber Liechtenstein bei.

Die weiteren Treffer für den ersten Tabellenführer der Gruppe G erzielten in Zvjezdan Misimovic (26./31.) und Edin Dzeko (46./64. /81.) zwei ehemalige Bundesligaprofis. Für Liechtenstein war Mathias Christen (61.) erfolgreich.

Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts ist mit der Nationalmannschaft von Aserbaidschan mit einem 1:1 (0:0) gegen Israel gestartet.

Den Führungstreffer für die Israelis, die 1970 bereits einmal an einer WM-Endrunde teilnahmen, erzielte Bebras Natcho in der 50. Minute. Für den Ausgleich sorgte Ruslan Abischow (64.).

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