Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer hat den durch seine eigene Studie ausgelösten Verdacht auf Blutdoping in der Bundesliga zurückgewiesen.

Sein Schluss aus den in der Saison 2008/09 vorgenommenen Untersuchungen von mehreren hundert Profifußballern sei, "dass kein Hinweis auf EPO- oder Blutdoping abzuleiten ist", schrieb der Sportmediziner der Universität des Saarlandes in einem Brief, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) an alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga verschickt hat und den die "Bild"-Zeitung am Samstag veröffentlichte.

Meyer hatte vor und während der Saison 2008/09 je viermal die Blutwerte von 532 Spielern entnommen. Die Werte von 467 Profifußballern flossen in seine 2011 fertiggestellte Studie ein.

"Spiegel Online" veröffentlichte am Freitag, dass bei neun dieser anonymisierten Proben ein erhöhter Hämoglobinwert von mehr als 17 Gramm pro Deziliter festgestellt wurde, der in Ausdauersportarten wie der Leichtathletik oder dem Radsport sofort als Dopingindiz gewertet und weitere Untersuchungen nach sich ziehen würde.

"Wir hätten Radsportler mit diesen Zahlen geköpft. Der Fußball verschließt die Augen", sagte der Anti-Doping-Experte Fritz Sörgel der "Bild".

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