Methodische Mängel, fragwürdige Schlussfolgerungen und nicht eingehaltene wissenschaftliche Standards: Die viel diskutierte Studie zum "Doping in Deutschland von 1950 bis heute" und vor allem die daran beteiligten Forscher sind heftig in die Kritik geraten.

Mit deutlichen Worten stellte das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp), das die Studie selbst in Auftrag gegeben hatte, die wissenschaftliche Aussagekraft der brisanten Ergebnisse zumindest teilweise infrage.

Die "bestehenden methodischen Mängel der Berliner Arbeitsteilberichte" würden "die Qualität der Gesamtarbeit schmälern und die Aussagekraft der vorliegenden Auswertungen reduzieren", hieß es in einer knapp 40-seitigen Stellungnahme der Behörde.

Zudem verwahrte sich das Institut gegen den vom Berliner Wissenschaftler Giselher Spitzer erhobenen Vorwurf der Aktenvernichtung.

"Es liegen keinerlei Anhaltspunkte vor, dass das BISp gegen die Regelungen zur Aussonderung/Vernichtung von Akten verstoßen hat. Die in diesem Zusammenhang erfolgte Behauptung von Prof. Spitzer ist daher unhaltbar und falsch", teilte das BISp mit.

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