Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) hat wegen Sicherheitsbedenken und auf Wunsch beider Vereine das für Sonntag angesetzte Bezirksligaduell zwischen Chemie Leipzig und der zweiten Mannschaften von Lokomotive Leipzig abgesagt. Das teilten die Klubs in einer gemeinsamen Erklärung mit und begrüßten die Entscheidung des Landesverbandes ausdrücklich.

"In den letzten Tagen hatten sich die Zeichen immer mehr verdichtet, dass Chaoten, darunter auch 'Gewalttouristen' aus dem gesamten Bundesgebiet, das Spiel als Bühne für gewalttätige Auseinandersetzungen nutzen wollten", hieß es in der Stellungnahme:

"Aus diesem Grund wäre die Sicherheit beider Mannschaften und der Fans nicht mehr zu gewährleisten gewesen - in der Konsequenz hätte deswegen eine Durchführung des Spiels um jeden Preis dem Ansehen beider Vereine großen Schaden zugefügt."

Im Mittelpunkt stünde für beide Vereine der Fußball und die positive Begeisterung für den Sport. Dies schließe eine lebendige und emotionale Fankultur ausdrücklich ein: "Jede Form von Gewalt und Extremismus lehnen wir hingegen strikt ab. Wir können und wollen daher nicht zulassen, dass Chaoten auf dem Rücken unserer Vereine und des Fußballsports eine Plattform für gewalttätige Auseinandersetzungen suchen."

Wann und unter welchen Bedingungen das Spiel nachgeholt werden wird, soll in gemeinsamen Beratungen zwischen SFV, den zuständigen Sicherheitsbehörden und den Vereinen entschieden werden. Zwischen Fans beider Klubs herrscht seit Jahrzehnten eine erbitterte Rivalität.

Am vergangenen Wochenende waren bisher unbekannte Täter in den Alfred-Kunze-Sportpark eingedrungen und hatten die Heimspielstätte von Chemie Leipzig mit antisemitischen Parolen besprüht. Zudem wurden offenbar mit Unkrautvernichtungsmittel rechtsradikale Zeichen in den Rasen geätzt.

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