Der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann hält eine Dopingfreigabe innerhalb bestimmter Grenzen für diskussionswürdig - und hat sich damit direkt Gegenwind eingehandelt.

"Daran sieht man mal, dass die Moral der meisten Menschen sehr fragwürdig ist", schrieb Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer bei Twitter an SPORT1.

Lehmann hatte sich zuvor ähnlich wie Malaga-Trainer Bernd Schuster dafür ausgesprochen, für Fußballer den Gebrauch von Dopingmitteln zu legalisieren, sofern sie der bloßen Rehabilition dienen.

"Wenn das technisch möglich ist, sollte man versuchen, diese Mittel nur für Maßnahmen zu erlauben, die den Heilungsprozess beschleunigen", regte der 43-Jährige in der "Sport Bild" an.

Lehmann sagt, dass jeder Profi versuche, "die maximal mögliche Leistung aus seinem Körper herauszuholen" und "seine Leistungsfähigkeit zu verbessern, ob das nun legal oder illegal nach den Vorschrift der World Anti Doping Agency (Wada) ist".

Lehmann folgert daraus, dass es diskussionswürdig sei, "einem verletzten Profi zu verbieten, während der Rehabilitationszeit leistungsfördernde Substanzen zu nehmen (...), da man ihm damit die Möglichkeit nimmt, möglichst schnell wieder fit zu werden und somit Geld verdienen zu können".

Allerdings schränkt Lehmann ein: "Sollte durch die Einnahme eine vorteilhafte Langzeitwirkung erzielt werden können, muss man sie ausschließen."

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