Papst Franziskus hat am Dienstag die Nationalmannschaften Italiens und seines Heimatlandes Argentinien zu einer privaten Audienz im Apostolischen Palast empfangen.

Die Zusammenkunft fand einen Tag vor dem zu Ehren des Pontifex organisierten Länderspiels der beiden Fußball-Großmächte im Olympiastadion in Rom statt.

Rund 200 Spieler, Manager und Funktionäre der beiden Fußballverbände trafen an Bord von acht Bussen im Vatikan zum Treffen mit dem Papst ein.

Die argentinischen Spieler um Superstar Lionel Messi überreichten dem Papst ein Silbertablett und ein Argentinien-Trikot, das mit dem Namen "Francisco" beflockt war und von allen Spielern unterschrieben wurde.

Angeführt wurde Argentiniens Delegation vom Präsidenten des Fußballverbandes, Julio Grondona. Franziskus, seit März auf dem Heiligen Stuhl, gilt als Fußball-Fan und ist Ehrenmitglied des argentinischen Ex-Meisters San Lorenzo.

Der Begegnung am Mittwoch im Olympiastadion wird Franziskus jedoch nicht beiwohnen. "Zum Glück handelt es sich um ein Freundschaftsspiel. Für mich wäre es schwierig zu entscheiden, welche Mannschaft ich anfeuern sollte", sagte der Papst lächelnd beim Treffen im Saal Clementina im Apostolischen Palast.

Franziskus appellierte an die Spieler, immer ihre Menschlichkeit zu bewahren. "Auch wenn Ihr bekannt seid, bleibt immer Menschen im Sport und im Leben", äußerte der Heilige Vater.

Er rief die Spieler auf, Sport als "Geschenk Gottes" und als Möglichkeit zu erleben, die eigenen Talente zu verwerten. Er warnte vor Rassismus und Diskriminierung in den Stadien. Die Fußballmanager rief der Papst auf, die wahren Wert nicht aus den Augen zu verlieren.

"Der Fußball ist wie andere Sportarten zu einem Geschäft geworden. Der Sport muss jedoch seinen wahren Charakter bewahren und die sportlichen Werte nicht vergessen", so der Pontifex.

Er bat die Spieler, für ihn zu beten, damit er auf seinem "Spielfeld" ein "ehrliches und mutiges Spiel für das Wohl von uns allen" bestreiten könne.

Initiiert wurde das Duell Italien-Argentinien vom italienischen Nationaltrainer Cesare Prandelli. Das letzte Länderspiel zwischen Italien und Argentinien hatte 2001 stattgefunden, damals siegten die Südamerikaner mit 2:1.

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