Während sich die TSG 1899 Hoffenheim am ersten Bundesliga-Spieltag über einen "Torklau" beschwert, mokiert sich Sir Geoff Hurst darüber, dass die Torlinientechnik im englischen Fußball nicht bereits 1966 eingeführt wurde.

"Wenn wir dieses System schon vor 50 Jahren gehabt hätten, hätte es sehr klar gezeigt, dass mein Schuss mindestens einen Fuß hinter der Linie war", sagte der Schütze des bis heute umstrittenen Wembleytores bei der Weltmeisterschaft 1966 im "Daily Telegraph".

Im damaligen WM-Finale gegen Deutschland (4:2) hatte Hurst drei Treffer erzielt, darunter auch das 3:2, das als Wembleytor in die Geschichte eingegangen ist.

"Die Deutschen haben den Treffer immer angezweifelt", sagte Hurst. Er wünsche sich, die Torlinientechnik wäre schon vor 50 Jahren eingeführt worden, dann hätte man die jahrzehntelangen Klagen der Deutschen darüber verhindern können, meinte der frühere Nationalspieler.

Am Sonntag war das System zur Unterstützung der Schiedsrichter beim Community Shield zum ersten Mal im englischen Fußball zum Einsatz gekommen. Es funktionierte bei den beiden Treffern von Robin van Persie zum 2:0-Erfolg von Manchester United über Wigan Athletic fehlerfrei.

Weiterlesen