Trainer Falko Götz vom Zweitligisten Erzgebirge Aue hält die aktuelle Debatte über Doping im Fußball für "scheinheilig" und ist sich sicher, dass vor der Wiedervereinigung auch in der Bundesrepublik zu unerlaubten Mitteln gegriffen wurde.

"Es riecht danach, dass überall gedopt wurde, insbesondere auch im Westen. Ich gehe davon aus, dass da in nächster Zeit noch einiges auffliegt", sagte der frühere DDR-Auswahlspieler bei "Sport Bild plus": "Die aktuelle Diskussion über Doping im Fußball ist in meinen Augen scheinheilig. Früher wurde immer mit dem Finger auf den Ostblock gezeigt."

Götz, der von 1979 bis zu seiner Flucht in die Bundesrepublik im Jahr 1983 für den DDR-Rekordmeister BFC Dynamo aufgelaufen war, gab zu, dass er zu jener Zeit "sicher unwissentlich auch mit Doping in Berührung gekommen" sei. Er habe Nahrungszusätze bekommen, "die letztlich auch Dopingmittel enthielten. Das stellte sich erst später heraus".

Nach seiner Flucht sei er aber nie wieder mit Dopingmitteln in Kontakt gekommen, betonte Götz.

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