Gerade erst kündigte der Deutsche Fußball Bund den Einsatz von Bluttests in der neuen Saison an, schon hagelt es Kritik.

Die FIFA beklagt, dass die 100 geplanten Tests über die 36 Teams der 1. und 2. Bundesliga, die DFB-Auswahl sowie die Jugend-Nationalmannschaften verteilt werden sollen - und somit jeder Profi-Klub höchstens zweimal in der Saison kontrolliert werde.

"Wenn man das macht, dann richtig", sagte FIFA-Chefarzt Jiri Dvorak in der "FAZ".

Und Doping-Jäger Fritz Sörgel wird in der "Bild" zitiert: "Ich bin nicht entsetzt, aber überrascht. Wenn man Blutpässe der Sportler erstellen will, reicht diese Zahl niemals aus. Was soll das?"

DFB-Vizepräsident Rainer Koch entgegnete, dass die Bluttests nur eine "Ergänzung" zu den Urinproben seien, die seit Jahren durchgeführt werden.

Auch Präsident Wolfgang Niersbach wies die Kritik an den angeblich unzureichenden Anti-Doping-Maßnahmen des DFB zurück.

"Es wird immer wieder nachgelegt, es tritt - auch zu Recht - in dieser Thematik keine Ruhe ein und man kann sagen, alles ist getan. Wir sind mit unserem System aber gut aufgestellt. Was nicht heißt, dass wir nicht ständig darüber nachdenken, es weiter zu verbessern", sagte der DFB-Boss in der "SWR"-Sendung "Flutlicht": "Es ist aber nicht so, dass beim DFB etwas verschleppt oder verschlampt wird."

Weiterlesen