Manfred Ommer, früherer Topsprinter und einstiger Präsident des damaligen Bundesligisten FC Homburg, hat sich kategorisch gegen Dopingkontrollen im deutschen Profifußball ausgesprochen.

"Ich brauche keine Blutkontrolle im Fußball", sagte Ommer: "Wo ist denn das Problem? Es ist doch alles in Ordnung. Laufen da welche mit Schaum vorm Mund rum oder treten die Leute tot? Da gewinnt Bayern München 8:0, aber einer hat aus Versehen ein Grippemittel genommen. Und dann hat der Gegner 2:0 gewonnen? So soll die Meisterschaft entschieden werden? Brauche ich nicht. Fußball - wunderbar, alles bestens."

Der 62-Jährige ist der Meinung, dass Leistungen im Fußball generell nicht hinterfragt werden: "Im Stadion hast du diese Diskussion nicht. Der schießt drei Tore und keiner sagt: Na ja, ob der jetzt aber clean war? Besser als der deutsche Fußball dasteht in der Welt, kannst du nicht dastehen."

In der kommenden Saison setzen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) erstmals auch auf Blutkontrollen. Die Dopingjäger der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) warten in der Kabine dann nicht mehr nur mit Urinbecher, sondern auch mit Kanüle auf die Profis.

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