Der frühere Bundesliga-Stürmer Olaf Bodden ist 16 Jahre nach seinem krankheitsbedingten Karriere-Ende "ein Pflegefall". Das sagte der 45-Jährige der "Bild"-Zeitung.

"Ich kann keine fünf Sekunden mehr stehen. Ich kann nicht mal mehr alleine auf die Toilette gehen oder aufstehen, bin seit vier Monaten komplett bettlägerig", sagte Bodden.

Der ehemalige Torjäger von Hansa Rostock und 1860 München war 1996 zunächst an Pfeifferschem Drüsenfieber und später am Chronischen Erschöpfungssyndrom erkrankt.

Nun sei er "auch psychisch total am Boden. Ein Medikament hat mich zum Pflegefall gemacht."

Die erneute Verschlechterung seines Zustandes sei seit November 2012 nach Einnahme der neuen Arznei erfolgt. "Ich habe es hoffnungsfroh genommen, da es zwei neue Studien in Norwegen gab. Das Medikament sollte mich gesund machen, hat aber genau das Gegenteil bewirkt", sagte Bodden:

"Nach vier Monaten gab es den totalen Crash, seither liege ich im Bett. Kein Arzt weiß, warum. Solche Wirkungen wie bei mir hat es noch nie gegeben."

Bodden war 1994 aus Rostock nach München gewechselt, nach starken Leistungen stand er dort sogar auf dem Sprung in die Nationalmannschaft. Der erstmaligen Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber folgte eine mehrmonatige Pause.

1997 gab er ein erfolgreiches Comeback, doch kurze Zeit später erlitt Bodden einen Rückfall. Im Dezember 1997 beendete er seine aktive Karriere, nachdem er am Chronischen Erschöpfungssyndrom erkrankt war.

In 92 Bundesligaspielen hatte Bodden 27 Tore erzielt.

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