Der englische Spielergewerkschafts-Boss Gordon Taylor hat vor Auswüchsen bei der Kommerzialisierung des Fußballs gewarnt.

"Alles verliert seine Seele, wenn immer nur finanzielle Aspekte entscheidend sind und die höchsten Angebote angenommen werden. Das gilt auch für den Fußball", sagte der Chef der Profi-Vereinigung PFA auf einer Feier zum 125. Jahrestag des ersten Tores in der englischen Liga.

"Man darf", erklärte der 68 Jahre alte Ex-Profi weiter, "die Vergangenheit zwar nicht nur durch die rosarote Brille sehen, aber der Fußball hat mittlerweile viel Arbeit damit, die Menschen zu unterhalten und nicht nur nach noch mehr Geld zu streben. Dabei ist eine der Hauptaufgaben des Fußballs, die Menschen in Zeiten wirtschaftlicher, politischer, religiöser und sozialer Spannungen zusammenzubringen."

Taylor fürchtet den Verlust der Vorbildfunktion von Fußballern für die Jugend: "Das größte Problem entsteht bei den jungen Menschen. Statt auf der Couch abzuhängen oder sich durch Drogen einen Kick zu holen, sollte ihnen gezeigt werden, sich in den Sport einzubringen und die Bedeutung von Teamgeist zu erlernen, damit sie diese Erfahrungen einmal weitergeben können."

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