Die Torlinientechnik des deutschen Unternehmens GoalControl hat als viertes System die Lizenz des Weltverbandes FIFA erhalten. Das System, das auf 14 Hochgeschwindigkeitskameras basiert, habe alle Voraussetzungen erfüllt, teilte die FIFA am Freitag mit.

Damit könnte die Firma mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Würselen Hersteller der Torlinientechnik für die WM 2014 in Brasilien werden.

Die Position des Balles wird bei GoalControl kontinuierlich in drei Dimensionen erfasst.

"Sobald der Ball die Torlinie komplett überquert hat, sendet die zentrale Auswertungseinheit in weniger als einer Sekunde ein verschlüsseltes Signal an die Empfängeruhr des Schiedsrichters", schreibt das Unternehmen über seine Technik.

Das System wurde in den Arenen von Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf testweise montiert.

Die FIFA hatte in der vergangenen Woche den Einsatz des Hilfsmittels für die Schiedsrichter bei den kommenden Großereignissen angekündigt. Auch beim Confed Cup im kommenden Sommer in Brasilien (15. bis 30. Juni) wird das System zum Einsatz kommen.

Bei der Klub-WM im Dezember testete der Fußball-Weltverband bereits die Systeme "GoalRef" (System mit einem Chip im Ball) und "Hawk-Eye" (aus dem Tennis bekanntes Kamera-System).

Voraussichtlich bis Mitte März, teilte die FIFA mit, können interessierte Unternehmen noch an "Inspektionsbesuchen in den Stadien des Konföderationen-Pokals teilnehmen, ehe Anfang April der definitive Entscheid bestätigt wird".

Am Montag hatte der Weltverband die Technik des deutschen Unternehmens Cairos technologies als drittes System lizenziert.

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