Vor der Creme de la Creme des deutschen Fußballs ist "Kaiser" Franz Beckenbauer von Michel Platini mit dem President's Award der UEFA ausgezeichnet worden. UEFA-Chef Platini lobte den 67-Jährigen als "Legende", "Staatsmann des Fußballs" und "Freund, der meine Leidenschaft für den Fußball geweckt hat".

Schmunzelnd sprach der Franzose von einem "historischen Datum. Denn es ist das erste Mal, dass ein Präsident einen Kaiser auszeichnet. Ich weiß gar nicht, ob das protokollarisch überhaupt möglich ist."

Der Verleihung im Restaurant Schuhbeck in München wohnten wenige Stunden vor dem Pokal-Schlager zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund unter anderem Bundestrainer Joachim Löw, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Ligaverbandspräsident Reinhard Rauball, Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, die Bayern-Funktionäre Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sowie frühere deutsche Weltklassespieler wie Günter Netzer, Lothar Matthäus, Oliver Kahn und Rudi Völler bei.

Beckenbauer erhielt den Award laut UEFA als "Auszeichnung für herausragende Errungenschaften, berufliche Höchstleistungen und beispielhafte persönliche Qualitäten".

Platini lobte den Einfluss des früheren Liberos für den heutigen Fußball: "Er hat aPresident's Awardlles, ob als Trainer oder Spieler, mit großer Eleganz gelöst. Er war der erste postmoderne Fußball-Spieler. Es gibt eine Fußball-Geschichte vor und eine nach Franz Beckenbauer."

Beckenbauer, der 1974 als Spieler und 1990 als Teamchef Weltmeister wurde, reiht sich in eine Liste berühmter Fußballer ein. Vor dem 67-Jährigen waren bereits Alfredo di Stefano (2007), Sir Bobby Charlton (2008), Eusebio (2009), Raymond Kopa (2010) und Gianni Rivera (2011) geehrt worden.

"In einer Linie mit diesen Spielern zu stehen, ist für mich eine große Ehre und etwas ganz Besonderes", sagte er und ergänzte an die früheren Nationalspieler gerichtet: "Es gibt noch einige, die auf der Warteliste stehen. Aber wenn du älter wirst, kriegst du automatisch solche Auszeichnungen."

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