Klaus Allofs hat in der Werksklub-Debatte die Aussagen des Dortmunder Geschäftsführers Hans-Joachim Watzke gekontert.

"An mangelndem Selbstbewusstsein leidet Herr Watzke nicht", sagte der Manager des VfL Wolfsburg.

Das sei auch berechtigt, immerhin habe Dortmund etwas Tolles aufgebaut.

Vor einigen Jahren habe das aber noch anders ausgesehen: "Da hätten vielleicht auch einige gesagt, so ein Verein gehört nicht in die Bundesliga, weil der Klub nicht wirtschaftlich gesund ist."

Für Allofs macht die Vielfalt den Erfolg der Fußball-Bundesliga aus. "Und zu dieser Viefalt gehören eben auch Klubs wie Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und Hoffenheim.

Aber auch Traditionsklubs wie Schalke 04 und Borussia Dortmund, die auch mal schwierige Phasen überstehen müssen, um sich dann wieder neu zu erfinden", meinte der 56-Jährige, der sich ein `bisschen mehr Toleranz und manchmal auch einen Blick in die eigene Vergangenheit wünschen" würde, um `zu bedenken, was solche Aussagen eigentlich bringen sollen".

Watzke hatte vor noch mehr Werksklubs in der Bundesliga gewarnt. "Wir können nicht noch drei Mannschaften gebrauchen, die vor 25.000 Zuschauern spielen und auswärts nur 500 Zuschauer mitbringen. Da kollabiert das System, da ist es vorbei mit der Roadshow im Ausland", sagte Watzke am Dienstag in Düsseldorf.

Auch Eintracht Frankfurts Klubchef Heribert Bruchhagen schlug sich auf die Seite von Watzke. Traditionsvereine wie der 1. FC Köln oder der 1. FC Kaiserslautern, die immer ausverkaufte Stadien hätten, würden "durch die Werksklubs um drei Plätze zurückgeschoben - bis in die 2. Liga", sagte er.

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