Nach der Enthüllung über den weltweiten Wett- und Manipulationsskandal durch Europol sickern die ersten Informationen über betroffene Spiele durch.

Die dänische Tageszeitung "Ekstra Bladet" berichtet, dass das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und dem ungarischen Erstligisten Debrecen aus dem Jahr 2009 manipuliert sei.

Im Bericht heißt es, dass Debrecens Torwart Vukasin Poleksic "bestochen wurde, um sicherzustellen, dass das Spiel mit drei Toren Unterschied endet."

Das Gruppenspiel fand am 16. September 2009 an der Anfield Road statt, Liverpool siegte 1:0.

In mehreren SMS, die den Ermittlern vorliegen, sollen die Drahtzieher während des Spiels ihren Ärger darüber ausgedrückt haben, dass Steven Gerrard zahlreiche Chancen ungenutzt ließ.

In einem weiteren Gruppenspiel Debrecens gegen Florenz soll Torwart Poleksic ebenfalls bestochen worden sein, die Partie endete 3:4 aus Sicht der Ungarn.

Poleksic wurde später vom Internationalen Sportgerichtshof CAS für zwei Jahre gesperrt, nachdem er es versäumt hatte, den Ermittlern Rede und Antwort zum Spiel gegen Florenz zu stehen, da das Spiel in den Fokus der Polizei geraten war.

Europol hatte am Montagmittag in einer Pressekonferenz erklärt, den "größten Wettskandal aller Zeiten" aufgedeckt zu haben.

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