Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger hat am Montag in Zürich in einem ersten Treffen Änderungen in den Statuten des Fußball-Weltverbandes FIFA diskutiert.

Beraten wurde ein Zehn-Punkte-Plan, der der Gruppe durch die "Task Force Statutenrevision" der FIFA vorgelegt worden war.

Dieser Plan umfasst die Punkte Bestätigung der Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees durch den FIFA-Kongress, Zusammensetzung des Exekutivkomitees, Wahl des Präsidenten, Amtszeit, Altersbeschränkung und stärkere Vertretung von Interessengruppen in der FIFA.

Auch Bewerbungsverfahren und Vergabe der WM-Endrunden, verschiedene Ausführungen und Präzisierungen in den FIFA-Statuten, die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) sowie das Reglement zur Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten sind Thema.

Die FIFA gab keine Auskunft über mögliche konkrete Änderungen der Statuten.

Der Weltverband steht wegen diverser Korruptionsskandale massiv in der Kritik, vor allem die umstrittene Doppelvergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar hat die FIFA unter Druck gesetzt.

Der Verband teilte am Montag mit, dass die Statutenkommission, der neben Exekutivmitglied Zwanziger auch die Generalsekretäre und Rechtsdirektoren der sechs Konföderationen sowie der FIFA angehören, ihre Analyse des Zehn-Punkte-Plans bei ihrer nächsten Sitzung im Februar kommenden Jahres abschließen werde.

Nach einer Sitzung der FIFA-Rechtskommission soll dem Exekutivkomitee dann ein Entwurf vorgelegt werden. Die zuletzt heftig kritisierte Exekutive, die potenziell selbst von Änderungen betroffen ist, soll am 20. und 21. März 2013 die Reformvorschläge nach FIFA-Darstellung selbst prüfen und sie dann dem FIFA-Kongress unterbreiten.

Der FIFA-Kongress am 31. Mai auf Mauritius soll dann über die Vorschläge abstimmen.

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