Die DFL schenkt ihrem Chef Christian Seifert langfristig das Vertrauen. Der 43-Jährige bleibt bis 2017 Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung und verlängerte seinen bis Juni 2014 befristeten Vertrag vorzeitig um drei weitere Jahre.

"Mit seinen unstreitigen Qualitäten hat Christian Seifert die DFL seit seinem Eintritt in die Geschäftsführung konsequent weiterentwickelt. Die Vertragsverlängerung trägt daher der hervorragenden Arbeit in den vergangenen Jahren Rechnung", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball in seiner Funktion als DFL-Aufsichtsratsvorsitzender.

DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus scheidet hingegen auf eigenen Wunsch bereits zum 30. September aus der Geschäftsführung aus. Der Ex-Profi war seit dem 1. Februar 2005 für den Bereich "Spielbetrieb und Lizenzierung" zuständig.

Nachfolger von Hieronymus wird am 1. Januar 2013 der langjährige Bundesliga-Manager Andreas Rettig.

Für die Zeit bis zum 31. Dezember 2012 wird der Geschäftsbereich "Spielbetrieb und Lizenzierung" kommissarisch vom Direktor Spielbetrieb, Andreas Nagel, in Zusammenarbeit mit DFL-Chef Seifert geführt.

Seifert, der zuvor unter anderem beim Handelskonzern KarstadtQuelle und beim Musiksender MTV tätig war, führt die DFL seit dem 1. Juli 2005 als Vorsitzender der Geschäftsführung an.

Vor allem seine Erfolge bei der Vermarktung der Bundesliga-Medienrechte haben auch zahlreiche Klubs aufmerksam werden lassen. Vor zwei Jahren sagte er Bayern München ab, der deutsche Rekordmeister wollte Seifert als Finanzvorstand verpflichten.

Sein Meisterstück machte er im Frühjahr als Chefunterhändler der DFL im Bieterwettstreit um die Bundesligarechte für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17.

Vor allem dank Seiferts Verhandlungsgeschicks streichen die Profiklubs in diesem Zeitraum pro Jahr die Rekordsumme von durchschnittlich 628 Millionen Euro ein.

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