Über Jahrzehnte hinweg haben die besten Fußballer Deutschlands und der Welt in München auf tödlichem Untergrund gespielt.

Im Zuge der gerade begonnenen Umbauarbeiten im altehrwürdigen "Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße" wurde am Donnerstag bei einer gezielten Suche eine 225 Kilogramm schwere amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Sie lag etwa eineinhalb Meter unterhalb der Grasnarbe in einem der Strafräume. Eine Kampfmittelbeseitigungs-Gruppe entschärfte die Bombe am frühen Abend.

Das "Grünwalder" war 1943 durch Bomben völlig zerstört worden. Ab 1945 fanden dort unter anderem 14 Länderspiele statt, bis zum Umzug des FC Bayern in das Olympiastadion spielten dort beide Münchner Klubs. Im Jahre 1960 trat dort sogar Pele mit dem FC Santos auf.

Die Stadt München lässt das marode Stadion derzeit für rund zehn Millionen Euro sanieren. Ab der Saison 2013/2014 sollen dort wieder Spiele ab der Dritten Liga abwärts stattfinden.

Nach dem Bombenfund am Donnerstag wurde das Areal zur Sperrzone erklärt. Am Dienstag sollen weitere Sprengsätze freigelegt werden.

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