Die türkische "Hürriyet" verwechselte den Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit der Stürmer-Legende © SPORT1

Der neue Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat humorvoll auf seine Verwechslung mit dem gleichnamigen Fußball-Weltmeister in der türkischen Zeitung "Hürriyet" reagiert: "Mit dem 'Bomber der Nation' verwechselt zu werden, ist doch ausgesprochen sympathisch", sagte der Minister.

Er wolle versuchen, sowohl das zehn Jahre ältere Fußball-Idol als auch Bayern München "für weitere Entwicklungsprojekte zu gewinnen".

Die Vergabe der WM 2022 an Katar hält Müller für einen Fehler.

"Ich hätte die WM nicht nach Katar vergeben", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse" (Montagsausgabe).

"Auf der einen Seite ein vierwöchiges Spektakel, auf der anderen Seite die Verarmung der Bevölkerung - das passt nicht", sagte Müller.

Zentrale Menschenrechtsfragen seien in Katar weiter ungeklärt.

Die FIFA und das Emirat forderte Müller auf, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden "und beim Milliardenspektakel Fußball-Weltmeisterschaft nicht nur klimatisierte Stadien zu bauen, sondern im Rahmen eines Entwicklungsprojekts tausend Fußballplätze in Afrika, Asien und Lateinamerika zu finanzieren".

Weiterlesen