Der traditionsreiche Frauenfußball-Bundesligist FCR Duisburg ist ab dem 1. Januar Geschichte, die Mannschaften finden beim MSV Duisburg ein neues Zuhause und können den Spielbetrieb fortsetzen.

Das gab die MSV-Vereinsführung am Freitag bekannt. Zuvor hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach Prüfung aller Unterlagen seine Zustimmung zu dem Wechsel gegeben.

Der UEFA-Cup-Sieger von 2009 bleibt der Bundesliga somit erhalten.

"Der Insolvenzverwalter Andreas Röpke wird zum Jahresbeginn zum Gericht gehen und Insolvenzantrag für die Hülle des FCR stellen. Wir dürfen unsere fünf Mannschaften zum MSV überführen, auch die Mitglieder sind dort schon eingetreten. Wir sind alle extrem erleichtert und dankbar", sagte FCR-Pressesprecher Rainer Zimmermann.

Er dankte dem DFB, der "nach Monaten der harten Arbeit und des intensiven Verhandelns dieser Lösung zugestimmt" habe.

Der Cheftrainer und sportliche Leiter Sven Kahlert sieht die Entwicklung mit einem "traurigen Auge", weil der FCR sich auflöse.

"Ich bin aber auch daran beteiligt, dass es nun der MSV wird - das ist die richtige und beste Entscheidung, darüber freue ich mich", sagte er dem SID.

Der MSV als aufnehmender Verein stimmt dieser Ansicht zu. "Wir wollten diese gemeinsame Lösung für den Fortbestand des Frauenfußballs in Duisburg", sagte MSV-Präsident Udo Kirmse: "Angesichts unserer eigenen finanziell schwierigen Situation ist die jetzige Lösung keine Selbstverständlichkeit."

Der FCR, der aus der 1977 gegründeten Frauen-Abteilung des FC Rumeln-Kaldenhausen hervorgegangen war und seit 2001 als selbstständiger Frauenfußball-Verein besteht, gehört mit der Meisterschaft im Jahr 2000, drei Pokalsiegen (1998, 2009, 2010) sowie dem UEFA-Cup-Sieg vor vier Jahren.

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