Die Fußballerinnen des VfL Wolgsburg haben im Meisterschaftrennen ein Ausrufezeichen gesetzt: Das Team von Trainer Ralf Kellermann gewann das Spitzenspiel des 9. Bundesliga-Spieltages gegen den 1. FFC Frankfurt mit 4:2 (3:2) und überflügelte damit die nun punktgleichen Hessinnen (beide 19 Zähler) in der Tabelle.

Neuer Spitzenreiter ist mit 21 Punkten Titelverteidiger Turbine Potsdam nach einem 4:2 (2:2) beim Tabellenvorletzten Bayer Leverkusen.

Allerdings haben die als einzige Mannschaft noch ungeschlagenen Wolfsburgerinnen zwei Spiele weniger als Frankfurt und eines weniger als Potsdam bestritten.

Vor 1400 Zuschauern im Stadion am Elsterweg waren für den Vizemeister aus Wolfsburg Martina Müller (10.), Zsanett Jakabfi (29.), Nadine Keßler (43.) und Alexandra Popp (90.+3) erfolgreich. Ein Eigentor von Luisa Wensing (3.) hatte Frankfurt in Führung gebracht, FFC-Stürmerin Sandrine Bretigny (34.) konnte zwischenzeitlich ausgleichen.

"Der Sieg war absolut verdient. Die erste Halbzeit war überragend. Wir waren präsent, aggressiv und hatten viel Laufbereitschaft. Wir sind drin in der Verlosung um die Meisterschaft. Wir genießen die Situation und müssen jetzt nachlegen", sagte VfL-Coach Kellermann.

Nach dem bitteren Ausscheiden in der Champions League offenbarte Potsdam auch in der Liga Probleme und geriet gegen Leverkusen in Zugzwang. Doppeltorschützin Yuki Ogimi (83./89.) erlöste die Elf von Trainer Bernd Schröder in der Schlussphase mit einem Freistoß-Tor und einem verwandelten Foul-Elfmeter.

Aufsteiger VfL Sindelfingen droht nach der siebten Saisonniederlage im neunten Spiel der sofortige Wiederabstieg. Das Tabellenschlusslicht verlor beim USV Jena mit 0:1 (0:1) und hat zum rettenden Ufer drei Punkte Rückstand.

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