Verletzungsmisere in der Frauen-Bundesliga: Beim hektischen Spitzenspiel zwischen Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt 1:2 (0:0) wurden drei Spielerinnen schwer verletzt. Die Frankfurter Nationalspielerin Fatmire Bajramaj sowie die Potsdamerinnen Alexandra Singer und Stefanie Mirlach wurden vom Platz getragen und ins Krankenhaus eingeliefert.

Kerstin Garefrekes hatte Frankfurt in Führung gebracht (58.), Yuki Ogimi glich für Potsdam aus (67.). Bajramaj erzielte in der 90. Minute den Siegtreffer und wurde danach von Tabea Kemme mit einem Frustfoul verletzt.

Bei Ex-Potsdamerin Bajramaj lautet die Diagnose nach der ersten Untersuchung Verdacht auf Kreuzbandriss im Knie. Bis zu acht Monate Pause wären die Folge.

Die Turbine-Spielerinnen Singer und Mirlach waren kurz vor dem Schluss zusammengestoßen. Beide zogen sich dabei Kopfverletzungen zu und mussten noch auf dem Platz minutenlang behandelt werden. Dabei halfen auch das Frankfurter Ärzte-Team.

Wie Turbine mittelite, war die SItuation sehr ernst, da die 24-jährige Singer zeitweise sogar bewusstlos war.

Bei beiden Potsdamerinnen zeigten die ersten Untersuchungen schwere Verletzugen: Singer erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und blieb in der Klinik. Ein Schädelbruch konnte nach einer CT-Untersuchung jedoch ausgeschlossen werden.

Mirlach zog sich eine schwere Gehirnerschütterung und eine zehn Zentimeter lange Platzwunde am Kopf zu. Sie konnte das Krankenhaus wieder verlassen.

Turbine-Coach Bernd Schröder erhob danach Vorwürfe: "Der Hass zwischen beiden Teams ist wieder geschürt worden"

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