Der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters Bayern München Karl-Heinz Rummenigge sieht die Frauen-Mannschaft des Vereins auf gutem Weg in Richtung Bundesliga-Spitze.

"Ich denke, wenn unsere Frauen-Abteilung weiterhin so gute Arbeit leistet, wird man in den nächsten Jahren vielleicht auch um die Meisterschaft mitspielen können", sagte Rummenigge im Interview mit dem Portal des DFB.

Mit dem Einzug ins Pokalfinale bei den Männern und Frauen haben die Bayern bereits für ein Novum in der Historie gesorgt.

Mit einem Sieg gegen Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt am Samstag (16 Uhr) in Köln könnten die Bayern-Frauen, derzeit Sechster der Bundesliga, erstmals den Frauen-Pokal nach München holen.

Rummenigge sieht jedoch die Frankfurterinnen in der Favoritenrolle. "Aber unser junges Team von Trainer Thomas Wörle wird hoch motiviert sein, den Cup erstmals nach München zu holen", sagte der 56-Jährige.

Den neunten Triumph strebt der Rekord-Titelträger aus Frankfurt, der zum zwölften Mal im Endspiel steht, an.

"Wir wollen mit größter Konzentration zu Werke gehen. Wir wollen nichts anderes als den Pokal", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich, dessen Klub fünf Tage später im Münchner Olympiastadion das Finale der Champions League gegen den französischen Titelverteidiger Olympique Lyon bestreiten wird: "Es sind die Wochen der Wahrheit, aber es gibt nichts Gefährlicheres, als jetzt schon an München zu denken."

Der siebenmalige Meister aus Frankfurt, der nach dem 1:3 am vergangenen Sonntag bei Titelverteidiger Turbine Potsdam keine Chance mehr auf die Meisterschaft hat, rechnet wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit rund 20.000 Zuschauern.

Beiden Finalteilnehmern ist die DFB-Prämie von 40.000 Euro sicher. Der Gewinner erhält zusätzlich noch einmal 20.000 Euro.

"Ich denke, dass wir das bessere Team sind", sagte FFC-Nationalspielerin Melanie Behringer, die bereits bei den Bayern unter Vertrag stand. Ähnlich sieht es Spielführerin Sandra Smisek.

"Wir sind die Favoriten", äußerte Smisek, deren Teamkollegin Kim Kulig (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) weiter fehlt.

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