Der Fußball erobert das Münchner Olympiastadion zurück. Für SPORT1-Redakteur Mathias Frohnapfel erfüllt sich ein Kindheitstraum.

Zur Rückkehr in die Vergangenheit habe ich am Donnerstagnachmittag die U3 gekommen, Marienplatz - Olympiazentrum.

Sieben Minuten rumpelnde Fahrt, eine vollbesetzte U-Bahn und es ging zum Fußball!

Wie so oft bis 2005, als der FC Bayern und 1860 München aus dem Münchner Olympiastadion in die Allianz Arena umzogen.

Sogar Bayern-Fans in Lederhosen wollten zum Fanfest rund um die Champions-League-Finalspiele in München und zogen gleich danach weiter zum Champions-League-Finale der Frauen.

[image id="5ac41d3e-6452-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Und was für eine Prachtkulisse bot sich den Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt und Olympique Lyon da: 50.212 Fans feierten die Finalbegegnung, den Vatertag und irgendwie auch sich selbst.

Zugleich war es die größte Kulisse bei einem Klubfußballspiel im Frauenfußball überhaupt. Der Tag gehörte dem Fußball und den Nostalgikern.

Welch große Momente hatten hier unter dem kunstvoll geschwungenen Zeltdach die Bayern und auch die Löwen, immerhin Champions-League-Qualifikant im Jahr 2000, ihren Anhängern beschert!

Jetzt dämmert das Olympiastadion vor sich, wenn nicht gerade die "internationale Degustationswelt" zu einem Weinfest zu Gas ist, Rockstars röhren oder die Motoren bei einem DTM-Rennen. Tja.

Sogar den Rasen hatten sie aus dem Stadion gerissen, um ihn nun - hoffentlich reumütig - vor dem Frauen-Finale für 400.000 Euro wieder neu zu verlegen.

Der Weg auf den steilen Stufen hin zu den grünen Schalensitzen, der Blick auf den Olympiaturm und die verpixelte Anzeigetafel, ich habe es genossen.

Und ganz kurz an jenen 26. April 1986 gedacht - meinen ersten Stadionbesuch als Knirps - als die Bayern mit einem 6:0 über Mönchengladbach die Deutsche Meisterschaft errangen.

Hier mal selbst über ein Spiel zu berichten, dieser Kindheitstraum hat sich erfüllt.

Weiterlesen