12.000 Fans begleiteten die Eintracht nach Bordeaux © getty

Bundesligist Eintracht Frankfurt ist mit einem blauen Auge davongekommen: Wegen Fan-Ausschreitungen belegte die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) die Hessen am Freitag mit einer Geldstrafe in Höhe von 70.000 Euro.

Allerdings blieb dem Verein der befürchtete Teil-Ausschluss seiner Anhänger im nächsten Europa-League-Heimspiel im Februar 2014 erspart.

Der Grund für die Strafe waren Ausschreitungen von Eintracht-Hooligans rund um das Europa-League-Gruppenspiel bei Girondins Bordeaux (1:0) am 28. November 2013. Unter anderem war auf den Rängen Pyrotechnik abgebrannt worden.

Zudem war es zwischen Fans, Ordnern und der Polizei zu Zusammenstößen im Eingangsbereich des Stade Chaban Delmas gekommen.

"Das ist eine harte Strafe, die wir aber akzeptieren. Wir sind alle aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass sich Derartiges in Zukunft nicht mehr wiederholt", sagte Eintrachts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen.

Die Eintracht galt in den Augen der UEFA als Wiederholungstäter, da sie zuvor in der laufenden Europacup-Saison bereits insgesamt 58..000 Euro Strafe für zwei Pyro-Vergehen hatte zahlen müssen.

In der Bundesliga waren die Frankfurter Fans seit dem "Pyro-Eklat" im Spiel bei Bayer Leverkusen im vergangenen Winter nicht mehr negativ aufgefallen. Der Klub war auf diesem Wege wohl einem Zuschauerausschluss durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) entgangen.

Die jüngsten betrüblichen Vorkommnisse hatten allerdings keinen Einfluss auf die am Freitag ergangene Strafe:

Einen Tag vor dem abschließenden Europa-League-Gruppenspiel gegen APOEL Nikosia (2:0) hatten am Mittwochabend rund 50 Eintracht-Hooligans einige Gäste-Fans vor einem Frankfurter Hotel angegriffen. Dabei war ein erheblicher Sachschaden entstanden. Am Spieltag war es allerdings im und um das Stadion im Stadtwald ruhig geblieben.

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