Bernhard Lippert, Sportdirektor des aserbaidschanischen Verbandes, sieht Eintracht Frankfurts Europa-League-Gegener FK Karabach Agdam als klaren Außenseiter - schließt aber eine Überraschung nicht aus.

"Gegen einen Underdog zu spielen bedeutet, dass die Eintracht gewarnt sein muss", sagte Lippert der "FAZ" vor dem Play-off-Hinspiel am Donnerstag in Baku: "Agdam hat momentan einen Lauf, denn in den drei Qualifikationsrunden haben sie auch eine polnische und eine schwedische Mannschaft rausgeworfen."

Dennoch wäre für den ehemaligen Amateurtrainer der Eintracht "das Ausscheiden gegen einen Zweiten aus einem Fußball-Entwicklungsland eine riesengroße Überraschung".

Die größte Schwierigkeit für Agdam bestehe darin, dass das Team "nicht jeden Samstag auf so hohem Niveau wie die Eintracht gefordert" werde und "die individuelle Klasse der Spieler insgesamt niedriger" ist, sagte Lippert, der die U21 Aserbaidschans betreut.

Agdam sei "gespickt mit Nationalspielern und sieben, acht Spielern aus dem Ausland", meinte der 51-Jährige.

"Wenn sie zu Hause gegen die Eintracht zu null spielen und vielleicht ein Törchen machen, dann räume ich Agdam eine ganz, ganz kleine Chance ein. Es ist eine sehr gute Kontermannschaft. Und sie spielt sehr geschlossen", so Lippert weiter.

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