Trainer Christian Streich vom SC Freiburg warnt vor dem Abenteuer in der Europa League und dem damit verbundenen Tanz auf drei Hochzeiten.

"Angst haben wir nicht, aber gehörigen Respekt. Denn die Aufgabe ist jetzt anders, wir hatten im vergangenen Jahr mehr Ruhe, mehr Trainingseinheiten", sagte der 48-Jährige der "Sport Bild":

"Jetzt werden wir auf ausgeruhte Teams wie Wolfsburg treffen. Das muss man sich mal vorstellen, die Wolfsburger, die sich jetzt die ganze Woche auf den SC Freiburg vorbereiten."

Vor zwölf Jahren waren die Breisgauer zuletzt im Europapokal vertreten - am Ende der Saison stand der bittere Gang in die Zweitklassigkeit an.

Dieser könnte dem SC in dieser Spielzeit zwar erspart bleiben, der personelle Umbruch mit Abgängen von gleich vier Leistungsträgern erschwert Streichs Aufgabe aber zusätzlich.

"Ich hätte auch gerne noch zwei Monate Zeit bis zum Saisonauftakt. Damit sich unsere neuen Spieler daheim fühlen, die Abläufe auf dem Platz schnell verinnerlichen, Sicherheit bekommen, das hat ja auch das Pokalspiel (2:0 n.V. gegen Neustrelitz, d.Red.) gezeigt."

Den Grund für die zahlreichen Wechsel nannte der extrovertierte Trainer unverblümt beim Namen. "Sie wollten mehr Geld, da kann man nichts machen. Damit müssen wir leben."

Besonders der Wechsel von Cedrick Makiadi, der am letzten möglichen Tag von seiner Austiegsklausel Gebrauch machte und beim Ligakonkurrenten Werder Bremen anheuerte, stieß Streich böse auf.

"Es war ein Schock für mich. Diese Dinge wie den Fall Makiadi musste ich erst einmal verarbeiten und bewältigen", sagte Streich.

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